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Spielfreude treibt sie an

Konstanz – Mit Cäthe kommt eine der lyrisch eigenwilligsten und gesanglich leidenschaftlichsten Sängerinnen der deutschen Musikszene in den Konstanzer Kulturladen. Das Konzert am 12. Februar beginnt um 12 Uhr, die Sängerin Luisa spielt im Vorprogamm.

Die Sängerin Cäthe. (Bild: zvg)

Die Sängerin Cäthe. (Bild: zvg)

Ohne Frage gehört die grossartige Cäthe zu den lyrisch eigenwilligsten und gesanglich leidenschaftlichsten Sängerinnen der deutschen Musikszene. Als sie 2011 ihr Debütalbum «Ich muss gar nichts» herausbringt, etabliert sie sich mit Songs wie «Unter meiner Haut» nicht nur als wahre Rock’n’Roll-Röhre, sondern begeistert Publikum und Kritiker gleichermassen auch mit pointierter Alltagspoesie und sprachverliebten Metaphern. Cäthe erobert Konzert- und TV-Bühnen, gewinnt den Autorenpreis der GEMA in der Kategorie Rock und wird 2013 mit dem Fred-Jay-Preis für ihre Songtexte ausgezeichnet.

«Was mich antreibt? Spielfreude! Wenn ich eine Idee habe, vergesse ich zu essen und zu schlafen, bin nicht erreichbar und freue mich unbändig mit mir ganz alleine.» – Cäthe

Cäthes zweites Album «Verschollenes Tier» von 2013 gerät kompositorisch noch komplexer und verzaubert mit hochemotionalen Balladen wie «Hoch oben nah dem Sturm». Auf ihm offenbart sich auch Cäthes ganz eigener Sprachduktus, der ebenso tiefgründig wie schonungslos ehrlich wirkt. Cäthe stürmt erneut die Charts, geht auf Tournee und singt bei einem Gastauftritt vor einem Millionenpublikum beim MTV-Unplugged-Konzert der Scorpions in Athen.

Im Oktober 2015 erschien Cäthes drittes Album «Vagabund» – eine echte Herzensangelegenheit, die Mut zu intimen Momentaufnahmen beweist. Wir sind gespannt und freuen uns auf noch viele weitere wunderbare Melodien dieser einzigartigen Künstlerin!

Opener: Luisa
Kleines Gedankenspiel: Was wohl, wenn «Never Own», wenn also das neue Album von lùisa ein Magazin zum Blättern, eines jener altmodisch analogen Werke aus knisterndem Papier wäre, mit all dem Weissraum für eigene Imaginationen, mit spröde darin verstreuten Bildern voller Kraft, mit seinen verdichteten Versen, die neue Phantasien herauf beschwören? Es gälte als preisverdächtig und bewundernswert. Doch nun ist «Never Own» Musik, ein Dutzend Songs, und plötzlich gesellt sich zu den zwei Dimensionen eine dritte, wird der Weiss- zum Freiraum, findet sich das Knisternde auf einmal überall wieder, mischen sich elektronische Sounds mit beinahe folkloristischen zu seltsam ergreifenden Klanglandschaften, mal lichter Wald, dann wieder karstige Hochebene. Und das mit dieser Stimme. Unbeschreiblich weiblich, verletzliche Seele und unbändige Kampfeslust, besänftigend und aufrührerisch im beinahe selben Moment. Björk, PJ Harvey und Hildegard Knef in einem Song, damit war nicht zu rechnen gewesen.

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