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Schulen werden videoüberwacht

Kreuzlingen – Ende Februar werden an neuralgischen Punkten der Kreuzlinger Schulen Überwachungskameras aufgeschalten. Die Primar- und Sekundarschulbehörde Kreuzlingen verspricht sich davon eine abschreckende Wirkung gegenüber Vandalen und kriminellen Banden.

Überwachungskameras sollen eine abschreckende Wirkung haben. (Bild: ek)

Überwachungskameras sollen eine abschreckende Wirkung haben. (Bild: ek)

«Die Kosten für die Schulbehörde aufgrund krimineller Machenschaften nehmen überhand», begründet Schulleiter René Zweifel die Entscheidung, an allen elf Hauptanlagen der Schule Kameras anzubringen. Überwacht werden sollen jeweils neuralgische Punkte wie  Fahrradunterstände oder schlecht einsehbare Ecken. Diese Punkte wurden mit den jeweiligen Abwarten abgesprochen. So werden durchschnittlich drei Kameras pro Areal angebracht. «Schmierereien, Vandalismus und Velodiebstähle machen diese Massnahme nötig», erklärt Schulpräsident nicht ohne Bedauern.

Bis anhin waren Videokameras nur beim Burgerfeld, der Dreispitzhalle und den Schulhäusern Egelsee und Remisberg angebracht. Dort habe man mit Kameras an kritischen Punkten gute Erfahrungen gemacht. «Wir konnten dank Videoaufnahmen Velo- und Garderobendiebe sowie Graffiti-Sprayer überführen», so Zweifel. Zudem spreche sich die Videoüberwachung schnell herum, was lausbuben und Vandalen von Schabernack abhalte. Die Gruppierungen, welche durch ihr Treiben Folgekosten für die Schulbehörde verursachen, sind bunt gemischt. Skater, junge Erwachsene  aus Kreuzlingen aber auch aus umliegenden Städten sowie professionelle Velodiebe hätten in vergangenheit ihr Unwesen auf den Schularealen getrieben.

Die einmalige Installation der 30 Überwachungskameras kostet die Schulbehörden 120’000 Franken. Die Kameras werden 24 Stunden in Betrieb und mit einem Bewegungsmelder ausgestattet sein.

Keine Überwachung der Schüler
Die Massnahme wurde noch von seinem Vorgänger Jürg Schenkel initiiert. Zweifel ist einer Überwachung kritisch eingestellt, steht jedoch hinter dem Projekt. «Es kann nicht sein, das einzelne Gruppierungen uns Steuerzahlern so viel Geld kosten.»  Zweifel betont zudem, dass es nicht darum geht, die Schüler zu überwachen, sondern bei Delikten einen Anhaltspunkt für die Polizei zu haben.

Nur ein enger Personenkreis erhält Zugang zu den Bilder, welche auch nur bei konkreten Vorfällen eingesehen werden dürfen. Nach einer Woche werden die Aufnahmen wieder gelöscht.

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