/// Rubrik: Leserbriefe

Rednerin von rechts aussen

Leserbrief – Zur «Ring 2000»-Veranstaltung vom 12. Februar. (Ruedi Anderegg, Kreuzlingen)

Frau Gabriele Kuby gab sich in ihrem Vortrag alle erdenkliche Mühe, die anwesenden Zuhörer durch die Verwendung von Fachausdrücken und englischen Zitaten zu verwirren, zu verunsichern und zu verängstigen.

(Bild: Archiv)

(Bild: Archiv)

Zusammenfassend wurde verstanden, dass sie sich fürchtet vor einer Gesellschaft, in der jede/jeder künftig sein Geschlecht selbst bestimmen kann. Und vor dem Sexualunterricht ab dem Kindergartenalter. Solches werde ermöglicht dadurch, dass in den westliche n Staaten Schritt für Schritt die Gesetzgebung entsprechend umgeschrieben werde. Ausgelöst wurde dies durch die Kommunisten (Engels) und die Sozialisten, neuerdings sind auch die Demokraten in USA Ziel ihrer Kritik, allen voran Präsident Obama und der Präsident des obersten Bundesgerichts der Vereinigten Staaten.

Obwohl sie betonte, sie hätte nichts gegen Homosexuelle, hackte sie die ganze Zeit auf ihnen herum und nannte sie eine Gefahr für die kommenden Generationen.

Auch kritisierte sie die Universität Fribourg für die Verleihung der Ehrendoktorwürde an Frau Judith Butler für Ihre Forschungen über Gender-Theorien. Sie verstieg sich in die Behauptung, dass Frau Butler derart kompliziertes Zeug daherrede, dass es niemand verstehe. Wahrscheinlich habe sie deshalb die Ehrung erhalten. Frau Kuby tat am 12. Februar genau dasselbe. Spricht da etwa der Neid aus Frau Kuby?

Dass Frau Kuby aus dem rechts-aussen Lager stammt, bekräftigte sie mit einer Lobrede über Victor Orban, den ungarischen Präsidenten. Dieser habe mit seiner Parlamentsmehrheit die Homo-Ehe verhindert und stehe für christliche Werte ein. Dass er aber ebenfalls das Verfassungsgericht und die Pressefreiheit faktisch abgeschafft hat, erwähnte sie nicht! Ausserdem verhält er sich nicht gerade solidarisch mit den Nachbarn und überhaupt nicht christlich, wenn es um Flüchtlinge geht, die um Asyl ersuchen! Ähnliches geschieht gerade in Polen – auch da ist Frau Kuby voll des Lobes !

Im Grossen und Ganzen war dieser Abend eine grosse Enttäuschung. Ihre Sorgen hätte Frau Kuby auch in einem Kurzreferat von 20 Minuten an die Leute bringen können.

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