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Tennis blickt auf Kreuzlingen

Tennis – Mit dem ITF Women's Circuit UBS Thurgau findet in Kreuzlingen das höchstdotierte Damentennisturnier der Schweiz statt. Es geht um ein Preisgeld von 500'00 Dollar und viele Weltranglistenpunkte. Aufschlag ist am Samstag.

Um 9 Uhr beginnt die Quali in der Tennishalle am See. An acht Tagen wird hier Weltklassetennis geboten. Spielerinnen, die Ambitionen haben und in die Top100 vorstossen oder sich dort etablieren wollen, erhalten eine hervorragende Plattform.

Amra Sadikovic ist höchstplatzierte Schweizerin. (Urs Lindt/freshfocus)

Amra Sadikovic ist höchstplatzierte Schweizerin. (Urs Lindt/freshfocus)

Während sie an grossen Turnieren meist nicht über die Qualifikation hinauskommen, sind sie hier bereits im Hauptfeld gesetzt. Die Siegerin erhält 80 WTA-Punkte und 7600 Dollar. Der Finalistin winken immerhin noch 48 Punkte. Bemerkenswert ist, dass es bereits ab der zweiten Qualifikationsrunde erste WTA-Punkte zu gewinnen gibt. Damit muss sich die 21-jährige Deutsche Carina Witthoeft erst gar nicht herumschlagen. Die Nummer 77 der Welt ist als bestplatzierte Spielerin des Turniers in Kreuzlingen auf Platz eins gesetzt.

Einzige über dem Ranking im Hauptfeld stehende Schweizerin ist Amra Sadikovic (WTA 200) auf Platz 16. Die erst 16-jährige Schweizerin Rebeka Masarova (Australian Open Junioren Halbfinalistin) hat von Swiss Tennis eine Wild Card für das Hauptfeld erhalten. Mit ihren 1,87 Metern Körpergrösse darf sie sicherlich nicht unterschätzt werden. Ebenfalls direkt im Hauptfeld starten darf Nina Stadler (TC Hörnli Kreuzlingen). Eine Wildcard für die Qualifikation erhielt Clubkollegin Chiara Grimm aus Tägerwilen.

Zu den interessanten Spielerinnen gehört auch Nicole Vaidisova aus Tschechien. Sie war schon einmal die Nummer 7 (aktuell WTA 248) der Welt. Und die 17-jährige Ungarin Dalma Galfi hat im letzten Jahr das Juniorenturnier der US Open gewonnen und war die Nummer 1 der Junioren-Weltrangliste (Aktuell die Nummer 2 der Junioren Weltrangliste).

Etwas betrübt stellte Turnier-CEO Bernhard Hochstrasser anlässlich der Medienkonferenz am Dienstag fest, dass gewisse Schweizer Spielerinnen nationale Turniere ignorierten und stattdessen lieber im Ausland antreten. Er meint damit Stefanie Vögele (WTA 111) und Romina Oprandi (124). Umso mehr freut er sich aber über ein erneut hochklassiges Teilnehmerfeld in der Tennishalle am See.

Jeweils 32 Spielerinnnen in der Qualifikation und im Hauptfeld aus mehr als 20 Nationen schlagen vom 20. bis 28. Februar auf. Neuerdings, bis auf die Quali-Partien, aber meist erst am Nachmittag. «Das ist besser für die Zuschauer und die Spielerinnen», so Hochstrasser. Optimierungen gab es bei der Infrastruktur (Tribüne vom Schweizer Fernsehen), bei der Visualtechnik und der Verpflegung, die diesmal von der Bodenseearena kommt.  Und am Mittwochabend ist Ladies Night. Alle Frauen ab 16 Jahre haben freien Eintritt. Das Finale ist auf Sonntag, 28. Februar, 14 Uhr, angesetzt.

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