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Champagner für den SBW Talent-Campus Bodensee

Kreuzlingen – Symbolisch an der Grenze, direkt beim ehemaligen Grenzhäuschen des Zollüberganges «Klein Venedig», wurde heute der Spatenstich des neuen Bildungscenters der SBW Haus des Lernens vollzogen. Die eigentliche Bauparzelle ist nur wenige Meter entfernt, die Landesgrenze zwischen der Schweiz und Deutschland ebenso.

Der Ort direkt an der Grenze ist bewusst gewählt, passt doch die Grenznähe symbolisch zum Neubau, indem ab Sommer 2017 die NET Nationale Elitesportschule Thurgau, die SBW International School Kreuzlingen Konstanz sowie das SBW Sport KV/Talent KV zusammengelegt werden. Hier soll grenzenloses Lernen (Boundless Learning) möglich werden, hier sollen Grenzen in mehrfacher Hinsicht verschoben, überwunden und aufgelöst werden.

Die Schulchefs mit Champagner: Sanjay Teeluck (ISKK), Christian Ecknauer (SportKV( und Mirko Spada (NET) begiessen den Boden des zukünftigen Jules Vernes Campus. (Bild: zvg)

Die Schulchefs mit Champagner: Sanjay Teeluck (ISKK), Christian Ecknauer (SportKV( und Mirko Spada (NET) begiessen den Boden des zukünftigen SBW Talent-Campus Bodensee. (Bild: zvg)

Mittels Studienwettbewerb zum Neubau
Aus dem Studienwettbewerb ist das Projekt «Hook» des Architekturbüros Senn aus St. Gallen als Sieger hervorgegangen. Im Rahmen des Baurechtsvertrages ist das Siegerprojekt den Gemeinderatsvertretern und der interessierten Öffentlichkeit in einer Ausstellung präsentiert worden. «Hook» ist die letzten neun Monate in einem zehnköpfigen Planungsteam weiterentwickelt, der Bauverwaltung und der Stadtbildkommission vorgelegt, und bis zur Baubewilligung vorangetrieben worden. Die kommenden Monate nun wird das Geplante umgesetzt. Gemäss Zeitplan wird die Bauhülle kurz vor Weihnachten 2016 geschlossen sein, auf Mai 2017 ist der Abschluss geplant.

Bildung – Investition in die Zukunft
Die Bauherrschaft freut sich, dass hier eine im Quervergleich zu anderen Schulbauten deutlich preiswertere Lernhaus-Architektur erstellt werden kann. Dies trotz des schlechten Baugrundes der Bauparzelle, die erhebliche Mehrkosten von rund einer Million Franken verursacht. Die Bauherr- und Mieterschaft rechnet gemäss Planung mit Gesamtkosten von rund 13,5 Mio. Franken für den Bau inklusive Inneneinrichtung.

Reto Ammann von der SBW Haus des Lernens AG. (Bild: zvg)

Reto Ammann von der SBW Haus des Lernens AG. (Bild: zvg)

«Bildung ist einer der wenigen Rohstoffe, welche die Schweiz hat», sagte Reto Ammann am symbolischen Spatenstich. Der Bau direkt an der Grenze sei ein starkes Bekenntnis für einen der wichtigsten Rohstoffe der Zukunft: die Bildung. Gerade in Grenzlagen solle man einen geschärften Blick auf Chancen der Zukunft haben und sich nicht mit abgeschotteten Märkten, Branchen oder Gesellschaften auf das Verteidigen des Erreichten konzentrieren. «Lernen heisst weitergehen und Grenzen überwinden», sagte Ammann. «Auch persönliche. Dies geschieht selten in geschlossenen Gesellschaften oder auf Norm ausgerichtetem Denken. Wir wollen Persönlichkeiten bilden und diese in ihrer Entwicklung individuell begleiten.»

Bekenntnis in die Region und das lokale Gewerbe
Neben dem Blick über den Tellerrand sei es der SBW deshalb wichtig, in die Region zu investieren. So habe das SBW Haus des Lernens bisher alle Vergaben der ersten Bauphase in der Region vergeben. Mit dem Planungsbüro Forster+Burgmer, den Fachplanern Rolf Soller AG und IPG AG sowie den Unternehmungen Studer AG, Arber AG und Stutz AG seien bereits sechs Kreuzlinger Gewerbebetriebe zum Zuge gekommen.

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