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Penaltyschwäche kostet einen Punkt

Handball – Die 1.-Liga-Männer des HSC Kreuzlingen kommen im Ostschweizer Derby gegen den SV Fides St. Gallen nicht über ein 22:22 hinaus. Drei verschossene Penalties kosteten die Gastgeber den durchaus möglichen Sieg.

SCHWEIZ HANDBALL NLB HERRENIn der Tabelle bleiben die Kreuzlinger mit diesem Remis zwar auf Tuchfühlung mit den Aufstiegsrundenplätzen, doch verpassten sie dadurch den Sprung auf Platz 2 nach Verlustpunkten. Zumindest kommt das Team von Cheftrainer Andy Dittert dem Saisonziel, eine Schlussplatzierung in den Top 5, immer näher. Am kommenden Samstag gastiert der HSCK um 18 Uhr beim HC Romanshorn, der den Abstieg mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht mehr verhindern wird können. Vier Tage später folgt der schwierige Gang zum souveränen Tabellenführer nach Winterthur.

Positive erste Halbzeit
Die junge Kreuzlinger Mannschaft zeigte gegen die St. Galler, welche man aufgrund ihrer hochkarätigen Transfers deutlich weiter oben in der Tabelle erwartet hatte, eine positive erste Halbzeit. Insbesondere in der Defensive stellte man die Gäste vor einige Probleme. Nach rund 20 Minuten übernahm der HSCK das Diktat und erspielte sich einen Viertore-Vorsprung. In dieser Phase hatte man die St. Galler im Griff. Diese durften sich primär bei ihrem Torhüter Lukas Buff bedanken, dass ihr Rückstand nicht höher ausfiel.

Sieg aus der Hand gegeben
Den 12:9-Vorteil zur Pause konservierten die Kreuzlinger zu Beginn der zweiten Halbzeit. Nach dem 15:11 von Milan Kozak passte beim HSCK aber offensiv während zehn Minuten überhaupt nichts mehr zusammen. Die Gäste nützten diese Schwächephase und glichen dank drei Treffern in Serie ihres lange Zeit verletzten Goalgetters Daniel Berger aus. Die Thurgauer konnten aber postwendend reagieren und lagen in der Schlussviertelstunde wieder mit zwei bis drei Toren vorne. Ein kämpferischer SV Fides liess sich jedoch nie abschütteln. Trotzdem hätte der HSCK die Partie in den letzten fünf Minuten für sich entscheiden müssen. Einerseits scheiterte man aber beim Stand von 20:19 bereits zum dritten Mal vom Penaltystrich an Buff und dann kassierte man in Überzahl auch noch zwei Gegentreffer durch Jeremias Ryser, der im Januar vom NLA-Club TSV St. Otmar St. Gallen zu Fides gewechselt hatte. Eine letzte Chance zum Siegestreffer vergab Linksaussen Istvan Fekete drei Sekunden vor dem Abpfiff, doch scheiterte er ein letztes Mal am starken St. Galler Schlussmann.

Die verpassten Chancen in den letzten fünf Minuten liess die Kreuzlinger nur verhalten über das Unentschieden jubeln. Sie wussten, dass ein Sieg absolut möglich gewesen wäre. Für die St. Galler könnte der Punktgewinn in Kampf gegen den Gang in die Barrage hingegen noch sehr wertvoll sein. Vier Spieltage für Schluss beträgt ihre Reserve auf Platz 9 immerhin vier Punkte.

HSC Kreuzlingen – SV Fides St. Gallen 22:22 (12:9)
SH Egelsee. – 120 Zuschauer. – Sr. Abalo/Maurer.
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, 1-mal 2 Minuten gegen St. Gallen.
Kreuzlingen: Glatt (6 Paraden)/ Peraciz (ab 38./6 Paraden); Schweikhardt (1), Göhringer, Briegmann (2), Bär (1/1), Heim (5), Kappenthuler (1), Fekete (7/3), Gianotti, Major, Gyuris (2), Kozak (3), Fazekas.
St. Gallen: Buff (15 Paraden)/Kappenthuler (für einen Penalty); Bruggmann (3/1), Hörler (1), Scherrer, Misteli (1), Bamert (2), Huber, Usik (2), Kappenthuler, Ryser (6), Gunziger (1), Berger (5), Kempter, Lieberherr (1).
Penaltystatistik: Kreuzlingen 4 von 7, St. Gallen 1 von 1.
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Juhasz (verletzt). – Alexander Mierzwa coacht für den berufshalber abwesenden Andy Dittert.
Nächstes Spiel: HC Romanshorn – HSC Kreuzlingen (Sa, 12. März, 18.00 Uhr, Kantihalle).

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