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Klarer Auswärtssieg beim Absteiger

Handball – Dank des 38:17-Kantersieges beim nun definitiv abgestiegenen HC Romanshorn hat sich der HSC Kreuzlingen seine Chancen auf eine Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Nationalliga B gewahrt. (Markus Rutishauser)

«Das war eine richtig gute, seriöse Leistung meiner Mannschaft», analysierte Kreuzlingens Trainer Andy Dittert kurz nach dem Abpfiff. Und meint weiter: «Jetzt haben wir den Ligaerhalt definitiv auf sicher und alles was noch kommt, ist eine schöne Zugabe!»

Klarer HSC-Sieg beim Derby. (Bild: Archiv)

Klarer HSC-Sieg beim Derby. (Bild: Archiv)

Weitaus weniger positiv war die Stimmungslage bei Romanshorns Vaclav Lanca, der bei seinem Team kaum mehr ernsthafte Gegenwehr sah, die Relegation zumindest noch etwas zu vertagen. Nach der bitteren 29:30-Heimniederlage eine Woche zuvor gegen Appenzell war bei den Oberthurgauern die Luft offensichtlich draussen, zumal die Chancen auf den Ligaerhalt vor dem Derby gegen Kreuzlingen ohnehin nurmehr theoretischer Natur war.

Die Grenzstädter bauten ihre Serie auf nunmehr fünf Spiele ohne Niederlage (9:1 Punkte) aus. Nach Verlustpunkten liegen sie auf Augenhöhe mit dem Tabellenzweiten Schaffhausen. Drei Spieltage vor Schluss liegt die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur zweithöchsten Spielklasse im Bereich des Machbaren. Nach dem letztjährigen Abstieg und dem grossen Umbruch wäre dies eine schöne Überraschung, Einiges deutet derzeit darauf hin, dass es am letzten Spieltag vom 2. April in der heimischen Egelseehalle zum Showdown um das Ticket für die Aufstiegsrunde gegen das aktuell drittplatzierte Uster kommt.

Ungefährdeter Derbysieg
Die Hürde in Romanshorn übersprang der HSC Kreuzlingen unerwartet problemlos. Nach einem Blitzstart und dem 0:5 nach sieben Minuten hatten die Gäste das Geschehen in der Kantihalle jederzeit unter Kontrolle. Den Gastgebern unterliefen viel zu viele Fehler, als dass sie den HSCK hätten ernsthaft in Bedrängnis bringen können. Schon bei Halbzeit (9:17) zweifelte kaum mehr jemand am Spielausgang. Trainer Dittert nützte die klaren Kräfteverhältnisse und wechselte kräftig durch.

So kamen sämtliche Feldspieler, insbesondere auch die Jungen, zu viel Einsatzzeit. Sechs Minuten nach dem Seitenwechsel lagen die Kreuzlinger erstmals mit zehn Treffern vorne. Das hinterliess Wirkung und in der letzten Viertelstunde setzte sich der HSCK gegen resignierende Romanshorner kontinuierlich weiter ab. Beim 38:17-Kantersieg war Jonas Heim mit zwölf Treffern der überragende Angreifer. Sein Wechsel vom Flügel in den Rückraum hat dem Kreuzlinger Angriff eine neue Qualität verliehen und beflügelt das gesamte Offensivspiel seines Teams.

Am Mittwoch beim Tabellenführer
Für den HSC Kreuzlingen geht es bereits am Mittwoch mit dem letzten Auswärtsspiel weiter. Dabei treffen sie um 20.30 Uhr in der Winterthurer Eulachhalle auf den souveränen Tabellenführer SG Seen Tigers. In der aktuellen Form ist den Kreuzlingern durchaus eine Überraschung zuzutrauen. Im Kampf um eine Top-3-Schlussklassierung wäre ein Sieg doppelt wertvoll. Die letzten beiden Partien kann der HSCK dann wieder vor eigenem Publikum austragen. Vor dem möglichen Showdown gegen Uster (2. April) gastiert am nächsten Samstag, 18.00 Uhr, mit der SG Wetzikon ein Team in der Egelseehalle, das im Kampf gegen die Barrage-Plätze um jeden Punkt angewiesen ist.

HC Romanshorn – HSC Kreuzlingen 17:38 (9:17)
Kantonsschule. – 120 Zuschauer. – Sr. Keist/Winkler.
Strafen: 4-mal 2 Minuten plus Disqualifikation (46. E. Raggenbass/Notbremse) gegen Romanshorn, 4-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen.
Romanshorn: Annen (5 Paraden)/Koster (5 Paraden); Schneider (4), Himmelberger, Bader (4), Nobel, P. Roganovic (2), Padula (1), Erdem (2), Rajcic (2), N. Roganonvic (1), E. Raggenbass, Bahic (1), Stark.
Kreuzlingen: Glatt (17 Paraden)/Perazic (-); Schweikhardt (2), Briegmann (5), Bär (4/4), Heim (12), Kappenthuler (3), Fekete (3), Gianotti, Major (2), Gyuris, Kozak (6), Fazekas (1).
Penaltystatistik: Romanshorn 0 von 0, Kreuzlingen 6 von 7.
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Juhasz (verletzt).

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