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Wald endlich befriedet

Bottighofen – Das letzte Wort ist gesprochen: Eine Parzelle Wald oberhalb von Bottighofen kann weiterhin als Friedhof betrieben werden. Das Departement für Bau und Umwelt hat dem Rekurs der Waldesruh GmbH stattgegeben. Die Gemeinde Bottighofen wollte eigentlich keine Waldbestattungen zulassen.

Gute Aussicht für die letzte Ruhe im Wald. (Bild: archiv)

Gute Aussicht für die letzte Ruhe im Wald. (Bild: archiv)

«Ich bin froh, dass Friede eingekehrt ist, in diesen Rechtsstreit. Unser Geschäft erfordert ein gewisses Mass an Ruhe», so Fritz A. Staible, Geschäftsführer der Waldesruh GmbH. Seit 2007 betreibt sein Bestattungsunternehmen den Waldfriedhof oberhalb von Bottighofen. Ein schöner Flecken Erde mit Blick über den See, welche viele für ihre letzte Ruhe nutzten. Nachdem 2011 die Höchstmenge von 20 bewilligungsfreien Grabstellen erreicht wurde, ersuchte die Waldesruh GmbH um eine Baubewilligung zur Expansion. Nach Einwänden der Bürgergemeinde zog sich das Verfahren über drei Jahre hinweg.  Zwischenzeitlich änderten sich die Kantonalen Richtlinien.

Seit 2014 dürfen Gemeinden selbst gewisse Gebiete für die letzte Ruhestätte im Wald ausweisen. Bottighofen entschied sich dafür, keine Waldgrundstücke als Begräbnisstätten auszuscheiden, womit auch die hängige Baubewilligung hinfällig wurde. Nach zwei Rekursen beim Departement für Bau und Umwelt wurde das Vorgehen der Gemeinde infrage gestellt und diese angewiesen, die Bewilligung für die Waldbestattungen zu erteilen.

Nach fünf Jahren kehrt nun endlich Ruhe um den «Friedwald Bottighofen» ein. Die Gemeinde entschied vergangene Woche, das Waldstück als alternative Begräbnisstätte auszuscheiden.

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