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Auf Spurensuche in Emmishofen

Kreuzlingen – Die neue Sonderausstellung «Kunst, Gewerbe und Industrie in Alt-Emmishofen» im Museum Rosenegg geht bis Ende Mai auf Spurensuche nach Gewerbe- und Industriebetrieben sowie Künstlern aus dem 19. Jahrhundert. Am Beispiel der Familie Würtenberger werden Aufstieg und Fall anhand zahlreicher Exponate anschaulich nachgezeichnet.

Museumsleiterin Heidi Hofstetter hat die neue Sonderausstellung konzipiert. (Bild: Thomas Martens)

Museumsleiterin Heidi Hofstetter hat die neue Sonderausstellung konzipiert. (Bild: Thomas Martens)

Aber auch zu anderen Unternehmen, die zum Teil bis heute überdauert haben, gibt es Informationen. «Uns ist wichtig, die Erinnerung an diese Personen wach zu halten und sie nicht in Vergessenheit geraten zu lassen», beschreibt Museumsleiterin Heidi Hofstetter ihre Motivation zur Sonderausstellung, die am Freitag, 18. März, um 18 Uhr eröffnet wird. Die Zeitspanne reicht von etwa der Mitte des 19. Jahrhunderts bis 1928, als Emmishofen zu Kreuzlingen kam. Um 1900 hatte die Familie Würtenberger in Emmishofen eine bedeutende Rolle gespielt als Unternehmer, Wissenschaftler und Künstler.

Im Vordergrund der Ausstellung stehen deshalb die Brüder Ernst (1868-1934) und Karlmaximilian (1872-1933). Aber auch der Schwester Thusnelda wird ein keines Kapitel gewidmet. Deren Vater Thomas (1836-1903) war Geologe und kam aus dem badischen Klettgau 1876 nach Kreuzlingen, um mit einem Teilhaber die damalige Ziegelei Noppel zu übernehmen. Diese baute er im Laufe der Zeit zu einem bedeutenden Unternehmen aus. der Niedergang kam dann mit dem 1. Weltkrieg, als zuerst die Arbeiter und dann die Aufträge ausblieben. 1917 zerstörte ein verheerender Brand weite Teile der Fabrik, die Ursache ist bis heute unklar. Von dem Betrieb ist heute nichts mehr zu sehen, lediglich der Ziegeleiweiher erinnert daran, dass an dieser Stelle viele Jahre lang Lehm abgebaut wurde.

Mehr zu diesem Thema am Freitag in unserer Printausgabe.

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