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Vorteile für alle Beteiligten

Kreuzlingen – Am 10. April entscheiden die Kreuzlinger Stimmbürger über die Schule mit Tagesstruktur. Ein Infoanlass am Mittwochabend im Dreispitz sollte letzte Zweifler überzeugen, allein es kamen nur wenige Besucher.

Über die Vorteile der Schule mit Tagesstruktur sprachen (v.l.) René Knöpfli, Seraina Perini Allemann, Pascal Mächler und Ulrike Wolf. (Bild: T. Martens)

Über die Vorteile der Schule mit Tagesstruktur sprachen (v.l.) René Knöpfli, Seraina Perini Allemann, Pascal Mächler und Ulrike Wolf. (Bild: T. Martens)

Es waren vor allem FDP-Vertreter anwesend, allen voran die Kandidaten für die anstehenden Kantonsratswahlen. Und auch ein paar SP-Mitglieder waren zu sehen. Aber nur ganz wenige Gäste, die zur parteipolitisch unabhängigen Öffentlichkeit gezählt werden können und unbedingt vom Sinn und Zweck des gemeinsamen Projekts von Stadt und Schule überzeugt werden müssten.

Dennoch legten sich Stadträtin Dorena Raggenbass und Schulpräsident René Zweifel mächtig ins Zeug und informierten mit einer anschaulichen Präsentation über Fakten und Zahlen. Zweifel wies darauf hin, dass die Stimmbürger am 10. April über zwei Fragen abzustimmen haben – ob die Schule die Leitung der Horte vom Verein Kreuzlinger Kinderkrippen (VKK) übernehmen soll und ob die Stadt jährlich 450’000 Franken als Zuschuss (effektiv 270’000 Franken mehr als bisher) beisteuern soll.

Für Stadt und Schule sei klar, dass die Schule die Leitung übernimmt. «Alle vier Horte sind an Schulzentren angegliedert, es gibt eine räumliche Nähe und jede Menge Synergien», erklärte Zweifel. Obwohl Raggenbass und Zweifel die bisherige gute Arbeit     des VKK lobten, sieht Zweifel die Schule gegenüber einem Verein als langfristigen und zuverlässigeren Partner. Damit einher gehe eine Verbreiterung und Vertiefung der ausserschulischen Angebote in der Betreuung. «Ziel ist es, die Hortzeit möglichst interessant und abwechslungs- reich zu gestalten», so Zweifel. Kooperationen mit externen Partnern seien bereits lanciert worden, etwa mit der Musikschule, weitere sollen folgen.

Stadträtin Raggenbass erläuterte die vereinfachte Tarifstruktur mit nur noch drei Stufen und vier Zeitmodulen. Der Tagesmindesttarif liege bei 18,50, der maximale bei 40 Franken, womit vor allem einkommensschwachen Familien entgegengekommen werde. Es würden auch Anreize für Migranten geschaffen, ihre Kinder im Hort betreuen lassen – ein grosser Vorteil bei der Integration. Dies sahen auch Ulrike Wolf, René Knöpfli und Pascal Mächler in einer von Seraina Perini Allemann moderierten Gesprächsrunde so. Sie nannten weitere Pluspunkte wie eine höhere Sozialkompetenz und Selbstständigkeit bei Hortkindern, eine attraktive Freizeitgestaltung und natürlich eine höhere Flexibilität für die Eltern, ohne ihre Kinder einfach nur im Hort zu «parken».

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