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Ein Auftakt nach Mass

Handball – Den Kreuzlinger Handballerinnen ist der Start in die Finalrunde der SPAR Premium League 2 geglückt. Sie bezwangen zu Hause den HV Herzogenbuchsee deutlich mit 37:25 (17:9).

SCHWEIZ HANDBALL FRAUEN DAMEN SPL2Für ihren starken Auftritt am Donnerstagabend wurden die Kreuzlingerinnen nach dem Abpfiff der überraschend einseitig verlaufenen Partie vom Publikum mit einer Standing Ovation belohnt. Das Team von Cheftrainer Gabor Fülöp zeigte im ersten Spiel der Finalrunde eine vor allem mannschaftlich reife und geschlossene Leistung. Im Gegensatz zu den Bernerinnen, die primär auf die Tagesform ihrer zwei, drei Teamleaderinnen angewiesen sind, konnte der HSC Kreuzlingen die Verantwortung auf viele Schultern verteilen. In dieser Form sind die Thurgauerinnen ein ernstzunehmender Anwärter auf den Aufstieg in die höchste Spielklasse. Den nächsten Schritt in diese Richtung wollen sie am Samstag, 2. April, machen, wenn der Tabellenführer in der Egelseehalle gastiert. Die Partie beginnt um 20 Uhr. Der LC Brühl St. Gallen schickte zum Finalrundenstart im Duell der beiden nicht aufstiegsberechtigten Reserveteams den LK Zug mit einer 24:40-Packung auf die Heimfahrt. Die Olmastädterinnen sind also ebenfalls im Schuss und dürften mit aller Macht versuchen, die Negativserie gegen den HSCK endlich zu beenden. Die bisherigen drei Saisonduelle gewannen jeweils die Kreuzlingerinnen.

Wirksames Mittel gefunden
Trainer Gabor Fülöp hatte seine Mannschaft perfekt auf die Spielweise von Herzogenbuchsee eingestellt, gegen das sie zuvor eine ausgeglichene Saisonbilanz (3:3 Punkte) aufwies. Die routinierte Irene Singer-Duhanaj konnte Liga-Topscorerin Sarah Baumgartner, welche in dieser Saison bereits 159 Treffer erzielte, mit einer starken Defensivleistung nahezu ganz neutralisieren. So erzielte die Berner Teamleaderin in den ersten 30 Minuten lediglich einen Treffer aus dem Spiel heraus. Auch sonst verteidigte der HSCK sehr kompakt. Gleichzeitig lief er im Angriff zur Hochform auf und hebelte die Gästeabwehr immer wieder mit sehenswerten Zuspielen aus. Daraus resultierte eine deutliche 17:9-Pausenführung.

Nie mehr in Bedrängnis
Wer zu Beginn der zweiten Halbzeit eine Reaktion der ambitionierten Bernerinnen erwartete, wurde enttäuscht. Die Kreuzlingerinnen dagegen schlossen nahtlos an ihre starke Leistung vor der Pause an und lagen nach gut drei Minuten erstmals mit zehn Treffern vorne. Mit dem klaren Vorsprung im Rücken schlichen sich im Spiel des HSCK in der Folge zwar etwas mehr Fehler und die eine oder andere unnötige Zeitstrafe ein, doch in Bedrängnis gerieten sie deshalb trotzdem zu keinem Zeitpunkt. Herzogenbuchsee fehlten an diesem Abend ganz einfach die spielerischen Mittel dazu. Auch die taktische Massnahme des HVH-Trainerduos Flury/Willen, beim Stand von 29:20 für Kreuzlingen ab der 51. Minute mit einer offenen Deckung zu agieren, verfehlte ihre Wirkung. Im Gegenteil: Die Thurgauerinnen erhöhten in der Schlussphase ihren Vorsprung noch bis auf komfortable zwölf Treffer.

Starkes Kollektiv
Als beste Kreuzlinger Torschützin etablierte sich nicht zum ersten Mal in dieser Saison die erst 16-jährige Pashke Marku mit neun erfolgreichen Abschlüssen. Sieben Mal traf Rückkehrerin Sara Bailon und Jennifer Grathwohl realisierte am Kreis bei sechs Versuchen ebenso viele Tore. Wie ausgeglichen der Auftritt des HSC Kreuzlingen am Donnerstagabend war zeigt auch, dass sich sämtliche eingesetzten Spielerinnen in die Torschützenliste eintragen konnten. Torfrau Nadine Stein gelangen insgesamt elf Paraden und sie hielt dabei auch zwei Penalties.

Zwei weitere Heimspiele
In der Tabelle liegt der HSC Kreuzlingen nun drei Punkte vor Herzogenbuchsee, zwei Zähler hinter Zug und deren drei hinter Leader Brühl St. Gallen. Für die Thurgauerinnen geht die Finalrunde mit zwei Heimspielen weiter. Am 2. April, 20 Uhr, empfangen sie den LC Brühl St. Gallen 2 und am Sonntag, 10. April, 18 Uhr, den LK Zug 2. Danach folgen zum Abschluss die drei Auswärtspartien in Herzogenbuchsee (Sa, 16. April), in St. Gallen (Sa, 23. April) und in Zug (Sa, 30. April).

HSC Kreuzlingen – HV Herzogenbuchsee 37:25 (17:9)
SH Egelsee. – 180 Zuschauer.  – Sr. Bitici/Grau.
Strafen: je 6-mal 2 Minuten.
Kreuzlingen: Stein (11 Paraden)/Dätwyler (für 1 Penalty); Grathwohl (6), Singer-Duhanaj (5/3), Hammes, Kleist, Veit (2/1), Klein (3), Weidmann (5), Bailon (7/5), Biegel, Marku (9/1).
Herzogenbuchsee: Lüthi (7 Paraden)/Re (1 Parade); Hofer (3), Von der Mühll, Ingold (3), Lüthi (1), Rychen, Schöni (7), Schneider (1), Wälchli (1), Bircher, Baumgartner (6/3), Rohde (3).
Penaltystatistik: Kreuzlingen 10 von 11, Herzogenbuchsee 3 von 5.
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Strmsek und Ertl (beide verletzt).

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