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Dialoggruppe setzt nach

Kreuzlingen – Die Dialoggruppe Kreuzlingen, ein harter Kern aus Kritikern der Katholischen Kirchenvorsteherschaft Kreuzlingen und von Alois Jehle, Pfarradministrator der Pfarrei St. Ulrich, meldet sich nach einigen Wochen wieder öffentlich zu Wort. In ihrem Newsletter ziehen sie eine «deprimierende» Bilanz.

Pirmin Hugentobler hat mittlerweile resingiert und ist im Guten aus der Dialoggruppe ausgeschieden. (Bild: zvg)

Pirmin Hugentobler (3.v.r.) und Rolf Seger (4.v.r.) haben mittlerweile resigniert, sind aber im Guten aus der Dialoggruppe ausgeschieden. (Bild: zvg)

Das Sternsingen zur Jahreswende sei «aus vielfältigen Gründen» ausgefallen, zudem gehe der Verlust an engagierten Mitarbeitern weiter. So verzichte die Kirchenvorsteherschaft seit Februar «auf den gradlinigen Einsatz von Elmar Raschle». Weitere Kündigungen seien erfolgt oder stünden bevor.

Ökumene und Ring 2000
Die Dialoggruppe bedauert, dass die Frauengemeinschaft am 11. März aufgelöst werden musste. Auch der Rückzug aus ökumenischen Projekten weite sich aus, weil der Wille und die personellen Ressourcen fehlten. Besonders negativ aufgefallen waren der Dialoggruppe die vergangenen zwei Veranstaltungen der Vortragsreihe Ring 2000, mit der die Pfarrei «schweizweit und darüber hinaus bedenkliche Schlagzeilen geliefert» habe. «Sind die Organisatoren stolz darauf?», wollen die Kritiker wissen und bezeichnen die Vorgehens- und Denkweise der Verantwortlichen als «Besorgnis erregend».

Der Konflikt innerhalb der Kirchgemeinde entzweie die Katholiken. Mehr noch: Die Auseinandersetzung zwischen den Konfessionen sei voll entfacht – die Krise werde zum Politikum. Auch am Bistum lässt die Dialoggruppe kein gutes Haar, will dieses doch auf ihren «konstruktiven und sachbezogenen Vorstoss» bezüglich Seelsorge und Pastoralraum nicht eingehen.

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