/// Rubrik: Artikel

Eine Symphonie des Grauens

Das Wanderkino vertont während der Vorführung von «Nosferatur» den Stummfilmklassiker. Am Sonntag, 10. April, 20 Uhr, im Theater an der Grenze.

Als eine der ersten Vertreter des Horrorfilms lehrte "Nosferatu" dem Zuschauer das Fürchten. (Bild: flickr)

Als eine der ersten Vertreter des Horrorfilms lehrte «Nosferatu» den Zuschauern das Fürchten. (Bild: flickr)

In einem Sarg auf einem Schiff versteckt, gelangt Nosferatu von Transsilvanien nach Wisborg. Der Vampir bringt eine Rattenplage und die Pest in die Stadt. Als eine beherzte Frau die Zusammenhänge ahnt, opfert sie sich, verbringt freiwillig eine Nacht mit Nosferatu und hält den Vampir im Morgengrauen so lange fest, bis er im Sonnenlicht zu Asche zerfällt…

Der Stummfilm ist eine – nicht autorisierte – Adaption von Bram Stokers Roman Dracula und erzählt die Geschichte des  Grafen Orlok, eines Vampirs aus den Karpaten, der in Liebe zur schönen Ellen entbrennt und Schrecken über ihre Heimatstadt Wisborg bringt. Nosferatu gilt als einer der ersten Vertreter des Horrorfilms und übte mit seiner visuellen Gestaltung einen grossen Einfluss auf das Genre aus. Zugleich gilt das Werk mit seiner dämonischen Hauptfigur und seiner traumartigen, gequälte Seelenzustände spiegelnden Inszenierung als eines der wichtigsten Werke des Kinos der Weimarer Republik. Der Film sollte nach einem verlorenen Urheberrechtsstreit 1925 vernichtet werden, überlebte aber in verschiedenen Schnittversionen.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.