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Mehr Freiheit für Lehrer

Frauenfeld – In einer gemeinsamen Interpellation stellen die Kantonsräte Markus Berner (BDP), Peter Dransfeld (SP), Toni Kappeler (GP) und Reto Lagler (CVP) dem Regierungsrat mehrere Fragen zum Thema «Lehrerberuf zwischen Traumberuf und Pflichterfüllung».

(Bild: Archiv)

(Bild: Archiv)

Die Interpellation ist als Ergänzung zur Einfachen Anfrage «Stresstest für künftige Lehrerinnen und Lehrer» der Kantonsräte Andrea Vonlanthen und Daniel Vetterli (beide SVP) vom 9. März gedacht, die dem Problem nachgehen, dass in der Schweiz bereits 50 Prozent der jungen Lehrpersonen nach fünf Jahren nicht mehr im Schuldienst tätig seien.

Sie wollen unter anderem wissen, wie hoch die Zahlen der jungen Berufsaussteiger im Thurgau seien und ob es Untersuchungen gebe, weshalb viele Junglehrer so früh nach dem Studium den Beruf wieder aufgeben. Auch die Kosten einer Ausbildung an der PH Thurgau in Kreuzlingen sollen offengelegt werden.

Die Interpellation geht noch einen Schritt weiter und nimmt bürokratische Vorgaben für Pädagogen aufs Korn. «Jedes fortschrittliche Schulverständnis muss der beruflichen Basis ein gewisses Mass an Freiheit, Eigenständigkeit und Intitiative einräumen», schreiben die vier Kantonsräte. Sie sehen einen Zusammenhang in zunehmenden Vorschriften sowie Kontrollen und der abnehmenden Attraktivität des Lehrerberufs, der eigentlich mehr Berufung sein sollte.
So fragen sie unter anderem: «Wünscht der Regierungsrat einen wachsenden Einfluss auf die Berufsausübung Lehrender? Haben Kinder und Jugendliche einen Nutzen daraus?» Ebenfalls fraglich ist für Berner, Dransfeld, Kappeler und Lagler, ob der Regierungsrat Zeichen einer zunehmenden Entfremdung zwischen Bildungsbürokratie und in der Praxis stehenden Lehrpersonen erkennt und wenn ja, was er dagegen zu tun gedenkt.

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