/// Rubrik: Stadtleben | Topaktuell

Gewässerverschmutzung verhindern

Kreuzlingen – Die Stadt Kreuzlingen unternimmt grosse Anstrengungen, um die Bäche als lebendigen und gesunden Lebensraum aufzuwerten. Aus Unwissenheit oder Rücksichtslosigkeit kommt es jedoch immer wieder zu Gewässerverschmutzungen mit teils verheerenden Folgen. Mit einfachen Massnahmen lässt sich den Kreuzlinger Bächen Sorge tragen.

Ablagerungen von Kompost, Grüngut, Altholz etc. an Bachböschungen sind verboten. Es ist ein Mindestabstand von drei Metern ab Böschungsoberkante einzuhalten. Situationen wie die abgebildete provozieren Uferanrisse und gefährden die Wasserqualität und den Hochwasserschutz. (Bild: zvg)

Ablagerungen von Kompost, Grüngut, Altholz etc. an Bachböschungen sind verboten. Es ist ein Mindestabstand von drei Metern ab Böschungsoberkante einzuhalten. Situationen wie die abgebildete provozieren Uferanrisse und gefährden die Wasserqualität und den Hochwasserschutz. (Bild: zvg)

Dabei geht es nicht alleine um Gewässerverschmutzung, sondern immer auch um die Einhaltung des Hochwasserschutzes. Aus diesem Grund sind Ablagerungen von Kompost, Grüngut oder Altholz an Bachböschungen verboten und ein Mindestabstand von drei Metern ab Böschungsoberkante einzuhalten.

Zudem müssen sich Grundeigentümer vor dem Autowaschen oder Auswaschen von gewässergefährdenden Mitteln vergewissern, wohin das Platzwasser geleitet wird. Unwissenheit oder Rücksichtslosigkeit können für die Natur verheerende Auswirkungen haben. So wurde der Saubach in den vergangenen zwei Jahren drei Mal derart verschmutzt, dass sein Fischbestand heute praktisch ausgerottet ist. Dabei ist dieser Bach ausgezeichnet als Fischlebensraum geeignet: an einigen Stellen können Forellen natürlich laichen, was besonders für einen innerstädtischen Bach aussergewöhnlich ist.

Bemühungen um Jahre zurückgeworfen

Am 15. November 2014 wurde der Saubach unterhalb der Bahnhofstrasse verschmutzt. Die Ursache konnte nicht eruiert werden. (Bild: zvg)

Am 15. November 2014 wurde der Saubach unterhalb der Bahnhofstrasse verschmutzt. Die Ursache konnte nicht eruiert werden. (Bild: zvg)

Durch die Gewässerverschmutzungen sind die Bemühungen der Stadt und des Kantons um Jahre zurückgeworfen. So setzt die kantonale Fischereiaufsicht regelmässig Jungfische in allen Kreuzlinger Bächen aus. Bis sich ein Bestand etabliert hat, benötigt er mindestens drei Jahre und zwar ohne namhafte Gewässerverschmutzungen.

Die Anwohner der Kreuzlinger Bäche sind gebeten die geltenden Regeln einzuhalten, um eine unabsichtliche Gewässerverschmutzung zu vermeiden. Zuwiderhandlung wird mit einer Strafanzeige und Busse geahndet. Deshalb sind Anzeichen einer Gewässerverschmutzung in einem Kreuzlinger Bach umgehend der Polizei zu melden (Telefon 117).

Für weitere Auskünfte zu den Kreuzlinger Bächen steht das Ressort Umwelt & Energie gerne zur Verfügung  unter umwelt@kreuzlingen.ch oder Tel. 071 677 64 10.

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