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Kreuzlinger Handballerinnen bleiben auf Kurs

Handball – Zum zweiten Mal in Folge besiegten die SPL2-Frauen des HSC Kreuzlingen in der Finalrunde den Tabellenführer. Beim 27:22 über den LK Zug 2 holten sich die Thurgauerinnen die beiden wichtigen Punkte dank einer Willensleistung in der Schlussphase.

SCHWEIZ HANDBALL FRAUEN DAMEN SPL2Mit dem dritten Sieg im dritten Finalrundenspiel schliesst der HSC Kreuzlingen punktemässig zu den Innerschweizerinnen auf, welche noch das bessere Torverhältnis aufweisen. Weil aber gleichzeitig der LC Brühl St. Gallen 2 in Herzogenbuchsee mit 23:24 unterlag, liegt das Team von Cheftrainer Gabor Fülöp neu auf Platz 2 und damit auf einem direkten Aufstiegsplatz. Für den HSCK folgen nun noch die drei Auswärtspartien gegen Herzogenbuchsee (16. April), Brühl St. Gallen (23. April) und Zug (30. April). Mit einem weiteren Sieg hätten die Thurgauerinnen im Minimum die Barragespiele gegen den Letzten der höchsten Spielklasse auf sicher.

Wille entscheidet
Vor über 400 Zuschauern in der Sporthalle sahen einen über weite Strecken ausgeglichenen Spitzenkampf, der erst in den Schlussminuten entschieden wurde. Die Kreuzlingerinnen erwischten zwar den viel besseren Start und lagen nach einer Viertelstunde mit 8:3 vorne, verloren allerdings nach dem frühen Zuger Time-out den Faden vorübergehend komplett. Angeführt von einer überragenden Yael Gwerder machten die Zugerinnen den Rückstand innerhalb von nur neun Minuten wett. Der starken Selina Weidmann war es schliesslich vorbehalten, mit einem Treffer in Unterzahl  die 13:12-Pausenführung zu bewerkstelligen.

Nach dem Seitenwechsel lieferten sich die beiden Teams einen packendes Kampf mit spielerischen Finessen. Zug erhöhte seine physische Präsenz in der Abwehr deutlich und stellte mit Sarah Stocker eine ehemalige SPL1-Torhüterin zwischen die Pfosten. Bis zum 20:20 in der 48. Minute bewegten sich die Teams im Gleichschritt vorwärts. Nach ihrem bereits elften Treffer beorderte Trainer Fülöp eine Spezialbewachung auf Yael Gwerder und zog dem Zuger Angriff damit seinen spitzesten Zahn. Dagegen setzten Kreuzlingen zu einem beeindruckenden Endspurt an, obschon sie ab der 43. Minute ohne die Routine und Kampfkraft von Irena Singer-Duhanaj auskommen mussten, welche eine diskussionswürdige direkte Rote Karte kassiert hatte. Aber ihre Mitspielerinnen rückten danach einfach noch etwas mehr zusammen und zwangen die Tabellenführerinnen doch noch verdient mit 27:22 in die Knie. Dabei hielt Torfrau Nadine Stein in der 57. Minute  beim Stand von 25:22 nicht nur einen Penalty von Gwerder, sondern gleich auch noch deren Nachschuss. Damit war die Entscheidung gefallen.

HSC Kreuzlingen – LK Zug II 27:22 (13:12)
SH Egelsee. – 420 Zuschauer. – Sr. Joss/Bertin.
Strafen: 5-mal 2 Minuten plus Disqualifikation gegen Kreuzlingen, 7-mal 2 Minuten gegen Zug.
Kreuzlingen: Stein (10 Paraden)/Dätwyler (für 1 Penalty); Grathwohl (4), Singer-Duhanaj (2/1), Kleist (3), A. Veit (5), Klein, Weidmann (7), Bailon (3/2), Biegel, Marku (3), J. Veit, Ertl.
Zug: Hotz (4 Paraden)/ab 31. Stocker (4); La Scalea, Schlegel (1), M. Gwerder (1), L. Stutz (2), S. Stutz (1), Betschart (4), Y. Gwerder (11/5), Kägi (1), Merkofer, Inderbitzin (1).
Penaltystatistik: Kreuzlingen 3 von 4, Zug 5 von 6.
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Strmsek, Wawerla und Hammes (alle rekonvaleszent).
Nächstes Spiel: HV Herzogenbuchsee – HSC Kreuzlingen (Sa, 16. April, 17.30 Uhr, SH Mittelholz).

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