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«Schweizer Werte verteidigen»

Kreuzlingen/Altnau – Die zwei jüngsten Kantonsrätinnen kommen aus dem Bezirk Kreuzlingen. Wir haben Nina Schläfli (SP) und Alina Indergand (SVP) nach ihrem Wahlerfolg interviewt.

Frau Indergand, wie fühlen Sie sich nach dem Wahlerfolg?
Das ausgezeichnete Wahlergebnis hat mich sehr überrascht. Dieser deutliche Zuspruch motiviert mich, die Interessen meiner Wählerschaft in die Thurgauer Politik einzubringen und die Zukunft mitzugestalten.

Haben Sie damit gerechnet?
Als Jungpolitikerin habe ich mich auf ein solides Ergebnis im Mittelfeld eingestellt. Als dann die Hochrechnungen aufgeschaltet und die Resultate immer konkreter und klarer wurden, wurden mir erst meine Chancen bewusst. Über das gute Ergebnis habe ich mich gefreut und dafür möchte mich auch bei meiner Wählerschaft bedanken. Mit einem solchen Erfolg habe ich nicht gerechnet.

SVP-Kantonsrätin Aline Indergand. (Bild: zvg)

SVP-Kantonsrätin Aline Indergand. (Bild: zvg)

Wie erklären sie sich Ihr Ergebnis?
Seit einiger Zeit engagiere ich mich in der Politik und mein stetiges Interesse wie auch die Gradlinigkeit könnten den einen oder anderen Wähler überzeugt haben. Meine Kandidatur für die Nationalratswahlen könnte ebenfalls bei den Wählern positive Impulse ausgelöst haben. Aus welchen Gründen man meine Person aber wirklich gewählt hat, müssten Sie die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger fragen.

Was steht Ihnen nun bevor? Wie bereiten Sie sich vor?
Die Arbeit auf kantonaler Ebene wird sicherlich zusätzlich Zeit beanspruchen. Nichts desto trotz freue ich mich auf die Debatten innerhalb der Fraktion wie auch im Grossen Rat. Durch mein bereits bestehendes Beziehungsnetzwerk in den politischen Gremien werde ich mich etwas über die aktuellen Debatten informieren.

Spielt das Alter für Sie eine Rolle?
Als jüngstes Ratsmitglied fühle ich mich geehrt, die Stimme der Jungen vertreten zu dürfen. Ich betrachte die anstehenden Geschäfte vielleicht aus einem etwas anderen Blickwinkel als ältere und erfahrenere Politiker, was sich kombiniert durchaus positiv auswirken kann. Entscheidend ist schlussendlich, dass man den Jungen eine Chance gibt. Der Rest liegt bei den jungen Gewählten und was sie daraus machen.

Was wollen Sie bewirken?
Zusammenfassend möchte ich mich für einen schlanken Staatshaushalt und eine regional stark verwurzelte Landwirtschaft im Thurgau einsetzen. Im Kanton Thurgau und in der Bevölkerung sollte zudem die Eigenverantwortung wieder an Bedeutung gewinnen.

Welche Themenschwerpunkte werden Sie setzen?
Die Asylpolitik darf die finanzielle Situation des Kantons Thurgau nicht überbeanspruchen.
Als Grenzkanton müssen wir gegenüber unseren Kantonsbürgerinnen und –bürgern Verantwortung tragen aber auch die Eigenverantwortung unserer Bürger fördern und dürfen nicht belanglos über deren Köpfe hinweg entscheiden. Unnötige Regelungen und Fehlanreize in Form von zusätzlichen Direktzahlungen schaden einer effizienten Produktion in der Landwirtschaft. Zu guter Letzt halte ich an meiner Leidenschaft zu Schweizer Werten und Traditionen fest und möchte sie weiterhin verteidigen.

Hier finden Sie das Interview mit Nina Schläfli (SP).

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