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«Für eine lebhafte Kulturszene»

Kreuzlingen – Die zwei jüngsten Kantonsrätinnen kommen aus dem Bezirk Kreuzlingen. Wir haben Nina Schläfli (SP) und Alina Indergand (SVP) nach ihrem Wahlerfolg interviewt.

Frau Schläfli, wie fühlen Sie sich nach dem Wahlerfolg?
Sehr gut! Und erleichtert, die letzten Tage vor der Wahl war ich dann doch etwas angespannt.

Haben Sie damit gerechnet?
Nein, ein bisschen auf einen Sitz gehofft habe ich schon, aber mit einem Wahlausgang rechnen kann man sowieso nie. Ausserdem sind viele bewährte und bekannte Kandidierende angetreten, das hat meinen Optimismus auch noch mal geschmälert.

SP-Kantonsrätin Nina Schläfli. (Bild: zvg)

SP-Kantonsrätin Nina Schläfli. (Bild: zvg)

Wie erklären Sie sich ihr Ergebnis?
Ich politisiere seit fünf Jahren in der Stadt Kreuzlingen aktiv mit, einerseits in der Fraktion und im Gemeinderat, andererseits parteipolitisch im Vorstand der SP Kreuzlingen. Beides hat mir über die Jahre bestimmt etwas Publizität eingebracht. Dann spielte natürlich mein guter Listenplatz eine Rolle, die SP hat mich so gezielt gefördert und noch zusätzlich motiviert. Zum Schluss hat dann sicherlich auch der aktive Wahlkampf dazu beigetragen um noch einmal an die anstehenden Wahlen zu erinnern.

Was steht Ihnen nun bevor? Wie bereitest Sie sich vor?
Ich hoffe auf spannende Sitzungen, faire Diskussionen und interessante Menschen. Die Anfangsphase wird bestimmt eine intensive und lehrreiche Zeit. Ich bereite mich vor wie auf jede andere Sitzung – ich studiere die Unterlagen und suche das Gespräch mit kundigen Personen. Im Unterschied zu jeder anderen Sitzung werde ich vor der Eröffnungssitzung einen Blick in Geschäftsordnung werfen und wahrscheinlich auch etwas nervös sein.

Spielt das Alter für Sie eine Rolle?
Ja, weil ich nicht den gleichen Grad an politischer, persönlicher oder wirtschaftlicher Vernetzung mitbringe, was natürlich grosse Nachteile haben kann, aber auch bedeutet, dass ich keine oder kaum Verpflichtungen gegenüber Dritten habe und so Politik machen kann, wie ich es für richtig erachte. Auch in der Schwerpunktsetzung ist mein Alter nicht unwichtig.

Was wollen Sie bewirken?
Da driften das Wollen und das Können weit auseinander. Das, was ich bewirken will, wird an der politischen Zusammensetzung des Grossen Rates scheitern. Trotzdem werde ich weiterhin tun, was ich kann: Vernachlässigte Themen ansprechen, unangenehme Fragen stellen und meine Ideen, Ansichten und Verbesserungsvorschläge einbringen.

Welche Themenschwerpunkte werden Sie haben?
Viele! Ich werde mich für eine sozial und ökologisch nachhaltige Entwicklung des Kantons, für eine lebhafte Kulturszene, ein starkes Bildungssystem und eine offene Gesellschaft einsetzen.

Hier finden Sie das Interview mit Aline Indergand (SVP).

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