/// Rubrik: Topaktuell | Vereine

Güttinger schiesst am Besten

Kreuzlingen – Von den gesamtschweizerisch 4995 Schützenveteranen, welche in der Kategorie D über 300 Meter die Einzelkonkurrenz schossen, ging der Güttinger Armin Stauber mit 98 von möglichen 100 Punkten als Sieger hervor und war somit Empfänger der Wappenscheibe und der Medaille. (Vreny Zaugg)

Seit der Gründung des Verbandes Schweizerischer Schützenveteranen (VSSV) im Jahre 1904 in Zürich, tagten die Veteranen nach Frauenfeld (1953) und Weinfelden (1968 und 1993) zum vierten Mal im Thurgau, mit Kreuzlingen aber erstmals in der – wie Stadtpräsident Andreas Netzle betonte – zweitgrössten Stadt des Kantons. Umrahmt wurde die 102. Delegiertenversammlung durch die Veteranenmusik Thurgau, unter der Leitung von Rolf Altwegg.

Florian Zogg überreicht Armin Stauber (Mitte) die Wappenscheibe, Kantonalpräsident Alois Bach, die Medaille. (Bild: zvg)

Florian Zogg überreicht Armin Stauber (Mitte) die Wappenscheibe, Kantonalpräsident Alois Bach, die Medaille. (Bild: zvg)

Einer aus den eigenen Reihen
Für den Thurgauer Kantonalpräsidenten Alois Bach, Eschenz, war das grosse Highlight, dass mit Armin Stauber aus Güttingen just ein Schütze aus den eigenen Reihen in der Kategorie D 300 m (Ordonnanzgewehre) als Sieger hervorging und aus den Händen von Schiesskommissionspräsident Florian Zogg, Oberuzwil, die Wappenscheibe und eine Medaille in Empfang nehmen durfte. Zum Sieg über die restlichen 4994 Schützen verhalf Stauber aber nicht nur seine Treffsicherheit mit dem Langgewehr, sondern eine ebenso grosse Portion Glück.

Das Alter bestimmt den Sieger
Der Güttinger, mit dem Geburtsdatum 28.8.1941 war nämlich nicht der Einzige, welcher in dieser Kategorie 98 Punkte erzielte, fünf Mitkonkurrenten – allerdings alle jünger als Stauber – aus anderen Kantonen zeigten sich genau so treffsicher und wurden mit einer Medaille geehrt. Das Reglement sagt klar aus, dass bei gleicher Punktzahl der ältere Schütze als Sieger hervorgeht. Die Schützen interpretieren es jeweils so: «Alter vor Schönheit».

«Ich bin ein Gelegenheitschütze»
Der zurzeit höchste Thurgauer, Max Arnold aus Weiningen, fühlte sich als Gelegenheitsschütze, welcher das Feldschiessen und das Obligatorische mit dem Sturmgewehr 57 und der Ordonnanzpistole absolviert, sichtlich wohl unter den Veteranen, gehört er aus Schützensicht mit 60+ ebenfalls zu den Schützenveteranen. Beim Studieren des Jahresberichts sei ihm aufgefallen, dass der Schweizerische Verband mit Zentralpräsident Bernhard Lampert, Jenins, ein gut geführter Verband sei. Arnold forderte die Veteranen auf, zur Tradition und zum gut geführten Verband Sorge zu tragen.

Armee gibt Schutz und Sicherheit
Divisionär Hans-Peter Kellerhals, Kdt Ter Reg 4, St. Gallen, nannte den Thurgau mitsamt den zwei hübschen Ehrendamen welche den verschiedenen Rednern einen äusserst geschätzten Rahmen verliehen, das Land der aufgehenden Sonne. Er ging auf die Weiterentwicklung der Armee ein und meinte: «Die Schützen schiessen und die Armee gibt Schutz und Sicherheit». Positiv wertete Kellerhals die Tatsache, dass der Jahresbeitrag lediglich einen Franken betrage. Dazu kommt noch 1,50 Franken pro Mitglied für die Nachwuchsförderung (Jugend und Veteranenfinal).

Keine Kampfwahl
Auf die DV 2016 hatte Franz Müller aus Tafers, der das Amt des Materialverwalters, innehatte, nach acht Jahren im Zentralvorstand seinen Rücktritt eingereicht. Die Delegierten folgten dem Antrag von Zentralpräsident Bernhard Lampert und verliehen Müller die Ehrenmitgliedschaft. Neu wurde mit Alois Esthermann, aus Rothenburg ein Luzerner in den Zentralvorstand gewählt.
Die nächste schweizerische Delegiertenversammlung findet erstmals seit der Gründung des Verbandes vor 102 Jahren am 22. April 2017 in Hergiswil, Kanton Nidwalden statt.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.