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Der nötige Exploit bleibt aus

Handball – Den Männer des HSC Kreuzlingen gelang der erhoffte Exploit zum Auftakt der Aufstiegsrunde zur NLB nicht. Sie verloren beim Topfavoriten TV Solothurn mit 23:28 (8:12).

Auch wenn die Solothurner, welche sich selbst als klaren Aufstiegsfavoriten sehen («Wir können uns nur selbst schlagen!»), am Ende als Sieger vom Feld gingen, war ihr Auftritt gegen den Aussenseiter aus Kreuzlingen nicht restlos überzeugend. Die Thurgauer zeigten über weite Strecken aber ganz einfach zu viel Resepkt vor den grossgewachsenen und athletischen Gastgebern. Auch hinsichtlich Aggressivität und Körpersprache hätte sich das Team von Trainer Andy Dittert bei den Solothurnern ein Beispiel nehmen sollen.

Klarer HSC-Sieg beim Derby. (Bild: Archiv)

(Bild: Archiv)

Happiger Fehlstart
Der HSCK liess sich insbesondere in der Startviertelstunde zu sehr einschüchtern und lag schnell einmal mit 1:6 im Hintertreffen. Abgesehen von einem erneut überragenden Torhüter Patrick Glatt schien kein Spieler wirklich bereit zu sein, die Herausforderung anzunehmen. Auch der zuletzt formstarke Spielmacher Marcel Briegmann vermochte seine jungen Mitspieler nicht zu führen. Allerdings zeigten die Solothurner in dieser Startphase auch eine starke defensive Leistung. Deshalb nahm Trainer Dittert schon ungewöhnlich früh (12. Minute) sein Time-out und war selbst auf der Gegentribüne noch deutlich zu vernehmen. In der Folge besserte sich zwar der Kreuzlinger Auftritt, doch gelang es nie, die Starthypothek vollständig abzutragen. Bei Halbzeit führte der Favorit mit 12:8.

Bis auf zwei Tore herangekommen
Als die Solothurner vor 400 Zuschauern (davon rund 50 aus Kreuzlingen) nach dem Seitenwechsel gleich auf 14:9 nachlegte, schienen die Weichen früh gestellt. Danach hatten die Thurgauer aber ihre beste Phase. Sie zeigte auf, dass die Gastgeber mit dem Ex-Junioren-Internationalen Tim Weber als Teamleader definitiv nicht unverwundbar sind. Auch weil Glatt zwei Penalties abwehrte, kam der HSCK wieder bis auf 15:13 heran und war plötzlich wieder im Geschäft. Weil Solothurn aber über das deutlich breiter aufgestellt Kader verfügt, konnte sein Trainer Matthias Heger reagieren und frisches Personal aufs Spielfeld beordern. In der Folge unterliefen den Kreuzlingern wieder der eine oder andere Fehler zu viel, um die Gastgeber vielleicht doch noch ernsthaft in Bedrängnis bringen zu können. So erhöhte Solothurn seinen Vorsprung wieder auf 21:15 und konnte sich in der Schlussphase auf das Verwalten konzentrieren.

Bei Kreuzlingen zeigte in der zweiten Halbzeit insbesondere der junge Linkshänder Marco Kappenthuler, dass er in den vergangenen Wochen deutliche Fortschritte gemacht hat. Trainer Dittert gab allen Feldspielern die Chance, einmal Aufstiegsrundenluft zu schnuppern und wichtige Erfahrung zu sammeln.

Der beste Mann auf dem Spielfeld, Kreuzlingens Torhüter Patrick Glatt, meinte nach dem Spiel: «Schade! Ich glaube, da wäre mehr drin gelegen. Dessen waren wir uns in der Kabine allesamt bewusst. Ich bin überzeugt, wir werden im zweiten Spiel  eine deutlich bessere Leistung abliefern!»

Erstes Heimspiel gegen Leader Stans
Das zweite Finalrundenspiel bestreitet der HSC Kreuzlingen bereits am Mittwoch. Mit dem BSV Stans gastiert ein Startrundensieger in der Sporthalle Egelsee. Die Nidwaldner setzten sich am Samstag vor 640 Zuschauern mit 31:23 souverän gegen die SG Seen Tigers Winterthur durch und sind damit der erste Leader dieser Aufstiegsrunde. Sie reisen auch als klare Favoriten an den Bodensee. Die Partie wird um 20 Uhr angepfiffen.

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