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1,3 Millionen Franken fehlen noch

Lengwil – Knapp 17 Millionen Franken kostet der Aus- und Umbau des Ekkharthofs in Lengwil. 15,6 Millionen Franken wurden vom Kanton in einer Vorprüfung bewilligt, 1,3 Millionen muss die Einrichtung selbst aufbringen.

So soll das neue Gastrogebäude am Eckharthof aussehen. Lengwils Gemeindepräsident Ciril Schmidiger, Vorstandsmitglied Markus Cescutti, Institutsleiter Jürg Bregenzer, Architekt Lukas Imhof und Vereinspräsident Walter Hugentobler (v. l.) präsentieren den Entwurf. (Bild: Thomas Martens)

So soll das neue Gastrogebäude am Eckharthof aussehen. Lengwils Gemeindepräsident Ciril Schmidiger, Vorstandsmitglied Markus Cescutti, Institutsleiter Jürg Bregenzer, Architekt Lukas Imhof und Vereinspräsident Walter Hugentobler (v. l.) präsentieren den Entwurf. (Bild: Thomas Martens)

Der Bedarf liegt auf der Hand. Seit Gründung des Ekkharthofs 1974 ist die Anzahl betreuter Menschen stetig gewachsen. Heute werden 200 hilfsbedürftige Personen betreut. Dafür ist die Anlage aber nicht ausgelegt. Zudem entsprechen Teile der Gebäude, allen voran die Küche, den heutigen Anforderungen und Vorschriften nicht.

Nach aussen hin öffnen
Grösste Herausforderung für Architekt Lukas Imhof aus Zürich aber war, die Einrichtung nach aussen hin zu öffnen, was ursprünglich so nicht vorgesehen war. «Der Ekkharthof war abgeschottet geplant, die Gebäude wurden als eine Art Wagenburg angeordnet», so Imhof. Dies entsprach dem damaligen Zeitgeist, alles fremde, nicht «normale», möglichst weit ausserhalb von Siedlungen und in sich geschlossen haben zu wollen. Der Zeitgeist hat sich allerdings geändert und damit kam auch der Wunsch zur Begegnung mit der Öffentlichkeit auf, die vielfältigen kulturellen Anlässe am Ekkharthof zeugen davon.

Imhof gestaltete dafür einen grossen Platz im Eingangsbereich des Hauptgebäudes (Hügelhaus), dessen Eingang neu auf den Platz hin ausgerichtet wird. Dieser Platz soll künftig für Festivitäten aller Art genutzt werden. Der Hofladen wird im Hauptgebäude untergebracht, der bisherige Container kommt weg. Etwas weiter hinten, auf einer jetzigen Wiese, entsteht das neue Gastrogebäude mit integrierter Küche im Unter- und Speisesaal im Obergeschoss. Die Caféteria im Hügelhaus bleibt erhalten.

Auch die Schule erfährt Veränderungen. Das bestehende Gebäude erhält Aufbauten für Lehrerzimmer und Lager, zudem wird im gleichen Stil eine Turnhalle angebaut. Gleichzeitig werden auch umfangreiche Sanierungen bei Böden und im Sanitärbereich vorgenommen. Das gesamte Baugesuch liegt aktuell der Gemeinde vor.

Nach einer Vorprüfung des Kantons wurden 15,6 Millionen Franken bewilligt. 55 Prozent direkt, die weiteren 45 Prozent als subventionierter Abschreibungsbetrag über 25 Jahre hinweg. «Wir haben ganz genau hingeschaut, was wir finanzieren, und was nicht», erklärte Robert Schroeder von der Sonderschulaufsicht des Kantons.

Sonderwünsche zahlt der Kanton nicht
Sonderwünsche gehörten demnach nicht dazu und müssen vom Verein selber getragen werden, etwa grössere Räume oder architektonische Finessen. Für diese 1,3 Millionen Fran- ken sucht der Eckharthof jetzt Spender, ohne die das Eigenkapital merklich angegriffen würde und grössere Sprünge in den nächsten Jahren kaum möglich wären. «Wir haben zehn Stiftungen angeschrieben, freuen uns aber auch über private Geldgeber», so Institutsleiter Jürg Bregenzer. Jeder Franken oder gar Rappen sei willkommen. Die Bankvebindung und weitere Infos dazu finden sich auf der Homepage des Ekkharthofs www.ekkharthof.ch unter Bauprojekt.

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