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Raum für Kreativität

Kreuzlingen – In Kreuzlingen gibt es seit 1999 die Gerontological Economic Research Organization, kurz GERO. Der gemeinnützige Wissenschaftsverein hat zum Ziel, neueste Forschungserkenntnisse und andere wissenschaftliche Daten zu Ursache und Folgen von Alterungsprozessen und Alterskrankheiten aufzuarbeiten und seinen Förderern kostenlos zur Verfügung zu stellen. Ein Ladenlokal im Erdgeschoss des Hauses an der Bahnhofstrasse 4 wird jetzt für befristete Zeiträume an Interessierte vermietet.

An der Bahnhofstrasse 6 befindet sich die GEROthek, ein Raum für verschiedene Nutzungen. (Bild: zvg)

An der Bahnhofstrasse 6 befindet sich die GEROthek, ein Raum für verschiedene Nutzungen. (Bild: zvg)

Am grossen Schaufenster prangt der Schriftzug GEROthek, Name des neuen GERO-Projektes. «Wir wollen damit eine Chance bieten für gemeinnützige Tätigkeiten, Vereine, Gruppen oder auch Künstler, die ein Atelier suchen», erklärt Max Bolliger, stellvertretender Generalsekretär von GERO. Eine Plattform für alle, die unkompliziert mitten in Kreuzlingen eine Möglichkeit suchen, sich zu präsentieren.

Die GEROthek ist ausgelegt für etwa 25 bis 30 Personen. «Technische Infrastruktur wie Leinwand, Beamer und Soundanlage sowie eine Küche steht zur Verfügung», so Bolliger weiter. Neben grosszügigen Räumlichkeiten bietet eine Schaufensterfläche die Möglichkeit, Produkte zu präsentieren.

Laut Generalsekretärin Monika Müller, die GERO zusammen mit ihrem 2015 verstorbenen Mann Rolf, einem Gerontologen, gegründet hat, soll mit der Vermietung kein Gewinn erzielt werden. «Die Mietpreise decken gerade so unsere Kosten.»

Ob etwas Kulturelles, Gemeinnütziges oder Kommerzielles wie Ausstellungen, Vernissagen, Verkaufsveranstaltungen, Lesungen oder Sportevents – die Möglichkeiten sind grenzenlos. Eine Einschränkung aber gibt es: «Wir möchten wissen, was bei uns passiert», so Bolliger. Eine gewisse «moralische Schwelle» soll dabei nicht überschritten werden. Lediglich Veranstaltungen, die der Verein als unterstützungswert erachtet, seien erwünscht.

Für den Gemeinnutz
Monika Müller und ihr Mann haben sich unter anderem immer gemeinnützig betätigt und das Anliegen verfolgt, Menschen in medizinischen Fragen aufzuklären. Der mündige, aufgeklärte Patient sollte über die ver- schiedenen Behandlungsmöglichkeiten und deren Konsequenzen informiert sein. GERO zeigt diese Wege seit 20 Jahren auf. Welche neuen Medikamente, Behandlungen, Therapien gibt es oder wo findet man die besten Ärzte? Fragen wie diese bestimmen den Vereinszweck, denn der Patient soll selber entscheiden können, welchen Weg er einschlägt.

Dass die Informationen nur an Förderer gehen, erklären die Verantwortlichen damit, dass nicht nur der monatliche Medizin-Report, Autoren und wissenschaftliche Mitarbeiter finanziert werden müssen, sondern auch Fördergelder für wissenschaftliche Studien und Projekte zur Verfügung gestellt werden. Laut Monika Müller finanziere sich der unabhängige Verein ausschliesslich aus Förderbeiträgen und privaten Spenden.

Thomas Martens
Kontakt und weitere Infos:
www.gero.org
Tel.: 071 677 50 77

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