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Stadtrat lanciert Nutzungsstrategie

Kreuzlingen – In Kreuzlingen sollen die Probleme des Detailhandels und der leerstehenden Ladenflächen systematisch untersucht und angegangen werden. Der Stadtrat hat die Entwicklung einer Nutzungsstrategie in Auftrag gegeben.

Das auf diese Thematik spezialisierte «Netzwerk Altstadt» aus Bern wird für Kreuzlingen eine Nutzungsstrategie erarbeiten. Dies hat der Stadtrat an seiner letzten Sitzung beschlossen. Er folgt damit dem Antrag der von Stadtpräsident Andreas Netzle geleiteten Arbeitsgruppe mit Vertretern des Kreuzlinger Gewerbes, der Ansiedlungs- und Immobilienbranche und des Kantons.

Am Boulevard stehen einige Ladenlokale leer. Das soll sich jetzt ändern.(Archivbild: Emil Keller)

Am Boulevard stehen einige Ladenlokale leer. Das soll sich jetzt ändern. (Archivbild: Emil Keller)

Diese Arbeitsgruppe hatte sich im Anschluss an die Gespräche des «Runden Tischs» zum Boulevard vor einem Jahr gebildet, um die Problematik des Gewerbes im Stadtzentrum anzugehen. Das Netzwerk Altstadt hatte 2014 die «Stadtanalyse Kreuzlingen» erstellt, auf der – zusammen mit dem «Detailhandelsgutachten» der Gesellschaft für Standortanalysen und Planungen, Zürich – die Nutzungsstrategie aufbauen kann.

Die «Nutzungsstrategie» soll die Stadt befähigen, auf die veränderte Marktsituation bei den Erdgeschossnutzungen zu reagieren und einen neuen stabilen Zustand der Innenstadtnutzungen zu finden. Dabei setzt man sowohl bei den Ladennutzungen als auch bei den Dienstleistungs- und Wohnnutzungen in den oberen Geschossen an: Wo ist welche Nutzung möglich und sinnvoll? Wie kann sich die Geschäfts- oder Wohnnutzung entwickeln? Welches sind die Aufgaben im Bereich Begegnung und Identifikation?

Ansprechpartner sind neben der Stadt die Ladenbetreiber und besonders auch die Liegenschafts-Eigentümer. Die achtköpfige Arbeitsgruppe wird an ihrer nächsten Sitzung den Ablauf der Entwicklung der Nutzungsstrategie besprechen und die Zusammensetzung der Begleitgruppe bestimmen. Ab Projektstart im Mai sind die Ergebnisse rund neun Monate später zu erwarten.

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One thought on “Stadtrat lanciert Nutzungsstrategie

  1. Bruno Neidhart

    Zuerst sollte mal das Wort „Boulevard“ in der Mottenkiste der Geschichte verschwinden: Ist zu aufgesetzt! „Hauptstrasse“ reicht, definiert das Kreuzlinger Zentrum exakt. Dann wären „strategisch“ besonders – nicht nur! – einige Kulturpunkte wichtig: 1. Die „Bibliothek“, die am Gaissberg ein verstecktes Dasein fristet, gehört attraktiv in die Stadtmitte (Tipp an den Stadt-/Gemeinderat: Neue Radolfzeller Stadtbibliothek besichtigen!). 2. Das Kino Bodan ist zu aktivieren, auch für Theateraktivitäten nutzbar zu machen und mit einem Kulturcafé zu verbinden. 3. Einen „ebenerdigen“ (!), freundlich-offenen Buchladen installieren. 4. Das sich schon lange im Gespräch befindliche „Kunsthaus Molki“ realisieren, es optisch an die Hauptstrasse anbinden. 5. Das zentrale Stadthaus an der Hauptstrasse/Marktstasse weiter entwickeln: Mit Stadtrestaurant, Raum für die Stadtgeschichte, Veranstaltungsraum, Stadtgästeraum, Kreuzlinger Tourismus, usw. 6. Ein offenes Jugendcafé mit Spieleraum – Billard, Dart, Schach, u.ä. Es gibt wahrlich viele Möglichkeiten, für jung und alt, Einheimische und Gäste, eine innovative Stadtmitte zu gestalten, die sich von einem vorwiegend kommerziellen Mainstream-Angebot andere Städte absetzt. „Chance Zentrum“ für Kreuzlingen, sich hier als lebendige(re) Stadt zu profilieren. Schafft gesellschaftliche Identifikation.

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