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Abgeschwächtes Wachstum bei der ÖV-Nachfrage

Frauenfeld – Im Jahr 2015 beförderten die Transportunternehmen des öffentlichen Verkehrs im Kanton Thurgau 39,7 Millionen Passagiere. Im Vergleich zum Vorjahr reisten 0,3 Mio. Fahrgäste oder 0,8 Prozent mehr mit Bahn, Bus und Schiff.

(Bild: archiv)

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Die SBB beförderten auf den Schnellzugslinien Winterthur – Romanshorn und Winterthur – Konstanz 8,9 Mio. Passagiere. Das sind 260‘000 (+3%) mehr als im Vorjahr. Auf den S-Bahnlinien reisten 19,4 Mio. Passagiere, was einem Rückgang von 74‘000   (-0,4%) entspricht. Die Stagnation der Passagierzahlen im S-Bahnverkehr dürfte ver-schiedene Ursachen haben. So gab es im letzten Jahr beim Fahrplanangebot keine Verbesserungen, die zu einer zusätzlichen Nachfrage hätte führen können. Zudem führten die milden Wintermonate dazu, dass weniger Auto- und Velofahrer während der kalten Jahreszeit auf die Bahn umgestiegen sind. Schliesslich dürften sich auch die baubedingten Streckensperrungen im Bahnnetz negativ auf die Nachfrage ausgewirkt haben. Den grössten Nachfragerückgang mit 201‘000 Reisenden verzeichnete die S8 Schaffhausen – Romanshorn – St. Gallen. Hingegen stieg die Nachfrage bei den S-Bahnen S35 Winterthur – Wil (+110‘000, +4,6%), S14 Weinfelden – Konstanz (+60‘000, +4,4%) und S10 Weinfelden – Wil (+20‘000, +2,2%) überdurchschnittlich.

Positive Entwicklung bei den regionalen Buslinien
Die Nachfrage bei den regionalen Buslinien stieg im Vergleich zum Vorjahr um 201‘000 (+3%) auf 6,8 Mio. Passagiere. Grössere Nachfragesteigerungen verzeichneten die Buslinien 907 Kreuzlingen – Tägerwilen (+28‘100, +19,7%), Kreuzlingen – Altnau – Güttingen (+20‘700, +6,0%), 920 Weinfelden – Tägerwilen (+11‘000, +15,9%), 924 Weinfelden – Kreuzlingen (+11‘000, +5,6%) und 837 Frauenfeld – Tobel-Affeltrangen (+10‘100, +6,6%). Die neu eingeführte Schnellbuslinie 201 St. Gallen – Arbon beförderte im ersten Betriebsjahr 293‘000 Passagiere. Das neue Angebot führte erwartungsgemäss auf der Stammlinie 200 St. Gallen – Roggwil – Arbon zu einem Nachfragerückgang von 123‘000 Passagieren. Per Saldo nutzten 170‘000 Reisende zusätzlich das Busangebot zwischen St. Gallen und Arbon. Die Stadtbusbetriebe Frauenfeld (+57‘500) und Kreuzlingen        (-87‘700) verzeichneten gesamthaft einen leichten Rückgang von 30‘200 (-0,9%) Passagieren. Die Schifffahrtslinien auf Bodensee, Untersee und Rhein mussten wetterbedingt ein Minus von 32‘000 (-2,8%) in Kauf nehmen.

Die Broschüre «Der Öffentliche Verkehr in Zahlen, Ausgabe 2016» informiert ausführlich über Angebot und Nachfrage von Bahn, Bus und Schiff. Sie ist bei der Abteilung Öffentlicher Verkehr/Tourismus erhältlich (E-Mail: info.oev@tg.ch) und kann über www.thurgaumobil.ch heruntergeladen werden.

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