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Packendes Kammerspiel

Konstanz/Säntis – Bereits zum zweiten Mal zeigt das Theater Konstanz am 12. Mai, 18.30 Uhr, in Kooperation mit der Schweizerischen Säntisbahn-AG eine Uraufführung in der Panoramahalle auf dem Säntisgipfel, 2501 Meter über dem Meer.

(Foto: Theater Konstanz/Ilja Mess)

(Foto: Theater Konstanz/Ilja Mess)

Ein ganz besonderes Ereignis: Speziell für den Säntisgipfel hat die Schweizer Autorin Rebecca C. Schnyder im Auftrag des Theater Konstanz einen Text geschrieben. Herausgekommen ist ein packendes, psychologisches Kammerspiel. Ihr Stück «Und wenn sie gingen» spielt in einer kargen, abgelegenen Berglandschaft. Zwei einsame Frauen wohnen dort oben zurückgezogen in der Einöde – die junge Klara und die ältere Elis. Doch als eines Tages Anton, ein junger Mann aus der Stadt, in ihre Lebenswelt einbricht, prallen gegensätzliche Visionen vom Leben in der Urbanität und der Bergidylle aufeinander – und nichts ist mehr wie zuvor.

Die Appenzeller Autorin Rebecca C. Schnyder konfrontiert uns in präziser Spracharbeit vor eindrucksvoller Kulisse mit elementaren Fragen: Was hält uns gefangen? Ist es die Abhängigkeit von anderen – oder liegt das Gefängnis in uns selbst? Was muss geschehen, damit wir aus diesen Fesseln ausbrechen? «und wenn sie gingen» erzählt von verpassten Chancen und Abhängigkeiten und stellt auch die Frage nach unserem Heimatbegriff.

Bei der Produktion auf dem Säntisgipfel wird auch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit «Volksmusik-Rebell» Noldi Alder fortgeführt. Zusammen mit Friedrich Schenker komponierte Alder bereits die Musik zur Oper «Mord auf dem Säntis», die 2011 als Auftragswerk des Theater Konstanz in der Panoramahalle auf dem Gipfel uraufgeführt wurde. Neben Noldi Alder sorgt der «Bismärkli Schuppel» mit seinem traditionellen Zäuerli-Gesang für die passenden Töne.

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