/// Rubrik: Sport

Kreuzlingen steht sich selber im Weg

Fussball – Der FCK verliert zu Hause gegen den FC Rüti mit 0:3. Beide Mannschafen liefern sich einen offenen Schlagabtausch mit vielen Tormöglichkeiten. (Nadja Müller)

Eigentlich war es eine wirklich sehenswerte Partie. Eigentlich hätte für die Thurgauer alles gut gehen können. Wären da nicht die mangelnde Chancenverwertung der Grün-Weissen, die ewige Motzerei der Spieler und Edison Syla. Letzterer Stürmer und Goalgetter des FC Rütis.

Beide Teams spielten auf einem guten Niveau mit viel Tempo von Anfang bis zum Schluss. Die Kreuzlinger liessen den Ball schön laufen und kamen bereits nach wenigen Minuten zu guten Torchancen. Aber es waren die Gäste aus dem Zürcher Oberland, welche mit einem schnellen Konter bereits in der 7. Minute in Führung gingen. Ein Lattenschuss der Rütner etwas später liess die Kreuzlinger Fans erneut zusammenzucken. Damit nicht genug, nach einer knappen halben Stunde dribbelte sich Edison Syla kaltblütig durch die Kreuzlinger Defensive, stolperte sogar noch kurz vor Keeper Kessler und versenkte trotzdem den Ball im Thurgauer Kasten. Der FCK kam danach zu guten Tormöglichkeiten. Zuerst schoss Mido Arifagic den gegnerischen Keeper ab, dann ging es nach einem Eckball der Kreuzlinger im gegnerischen Torraum heiss her, aber das runde Leder wollte nicht über die Linie.

FC Kreuzlingen (Gruen) gegen FC Rueti auf der Sportanlage Hafenfeld Kreuzlingen. (FOTO GACCIOLI KREUZLINGEN)

Gegen den FC Rüti wurde zu viel gemotzt. (FOTO GACCIOLI KREUZLINGEN)

In der zweiten Halbzeit äusserten dann einige Spieler des FC Kreuzlingens lautstark ihren Unmut über den Spielverlauf, die eigenen Mitspieler, die Entscheidungen des Unparteiischen oder was auch immer. Anstatt sich auf das Spiel zu konzentrieren, wurde wild diskutiert. Eigentlich schade, denn die Nogic-Truppe zeigte ansonsten eine gute Partie und hätte das Ruder durchaus noch rumreissen können. Aber mal wieder flog mit Enack Kilafu ein Kreuzlinger mit Gelb/Rot vom Platz. Es steckt viel Potential in der Kreuzlinger Truppe, aber die besonders mitteilungsbedürftigen Spieler sollten so langsam mal gebändigt werden. Mit einem Mann weniger auf dem Platz gestaltete sich die Aufholjagd der Thurgauer dementsprechend schwierig. Trotzdem kam Mido Arifagic in der 84. Minute noch zu einer guten Chance, scheiterte aber erneut am starkaufspielenden Zürcher Keeper.

Danach folgt die grosse Show des Edison Sylas. Etliche Male tauchte dieser blitzschnell alleine vor Keeper Kessler auf. Aber auch ein Syla ist nicht unfehlbar und so vergibt der Zürcher dann doch etwas zu überheblich hundertprozentige Torchancen. Aber in der 88. Minute liess es sich der Rütner dann doch nicht nehmen und erzielte den dritten und letzten Treffer der Partie. Sein Postenschuss kurz vor dem Schlusspfiff rundete die Syla-Show dann ab.

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