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Von Verlusten und Profiteuren

Frauenfeld – In der Sonderausstellung «14/18 – Die Schweiz und der Grosse Krieg» im Alten Zeughaus Frauenfeld bietet das Historische Museum Thurgau am Mittwoch, 18. Mai, um 18 Uhr eine öffentliche Führung zum Thema «Thurgauer Wirtschaft. Von Verlusten und Profiteuren».

Schweizer Schokolade war während des Ersten Weltkriegs ein gefragtes Export-Produkt. (Bild: zvg)

Schweizer Schokolade war während des Ersten Weltkriegs ein gefragtes Export-Produkt. (Bild: zvg)

Der Erste Weltkrieg hat Europa erschüttert, wie kaum ein Ereignis zuvor. Abgesehen von der humanitären Katastrophe stellte dieser Krieg für die europäische Wirtschaft eine Zäsur dar. Stark davon betroffen war auch die Industrie im Kanton Thurgau.

In der Sonderausstellung «14/18 – Die Schweiz und der Grosse Krieg» im Alten Zeughaus Frauenfeld bietet das Historische Museum Thurgau am Mittwoch, 18. Mai 2016, um 18 Uhr eine öffentliche Führung zum Thema «Thurgauer Wirtschaft. Von Verlusten und Profiteuren». Ausstellungsführerin Carmen Aliesch erläutert die Situation der Thurgauer Wirtschaft während der Kriegsjahre und thematisiert die einschneidenden wirtschaftlichen Folgen, die der Erste Weltkrieg für den Kanton hatte.

Florierende Belle Epoque
Ab dem späten 19. Jahrhundert befindet sich die europäische Wirtschaft im Aufschwung. Technische und medizinische Errungenschaften, Erfindungen, Mobilität und der aufkommende Tourismus prägen die sogenannte Belle Epoque. Auch im Kanton Thurgau floriert die Industrie. Aufwändig gefertigte Spitzentücher, die Besucherinnen und Besucher während der Führung aus nächster Nähe betrachten können, zeugen von der wirtschaftlichen Blüte.

Stagnation im ganzen Land
Der grosse Knall folgt im Sommer 1914 mit dem Ausbruch des Krieges. Nach der Schweizer Mobilmachung stagniert die Wirtschaft im ganzen Land. In den Fabriken fehlt ein Grossteil der Arbeitskräfte, Produktionsunterbrüche und Konzernschliessungen sind die Folge. Den Thurgau als Industrieregion trifft es dabei besonders hart.

Gewinner und Verlierer
Es gibt aber auch Profiteure. Denn für die Krieg führenden Länder ist die Schweiz mit ihrer hoch entwickelten Industrie ein wichtiger Handelspartner. Unternehmen, die direkt oder indirekt für den Krieg produzieren, schreiben in dieser Zeit Gewinne. Darunter beispielsweise die Gerberei Gimmel in Arbon, die für das Schweizer Militär Lederwaren herstellt.

Diese unterschiedlichen Auswirkungen des Ersten Weltkriegs auf die Thurgauer Wirtschaft sind Thema der öffentlichen Führung, die im Alten Zeughaus in Frauenfeld stattfindet. Es ist keine Anmeldung erforderlich und der Eintritt ist frei.

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