/// Rubrik: Leserbriefe

EXPO Pläne: Region Kreuzlingen-Untersee auf dem Abstellgeleise

Leserbrief – An der Orientierung zur Expo Abstimmung durch Regierungsrätin Haag wurde eines sehr deutlich: Von den meist offiziellen Vertretern der Regionalplanungsgruppe mochte sich niemand mit Überzeugung für eine Expo 2027 einsetzen. (Ernst Frischknecht, Kreuzlingen)

(Bild: pixelio)

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Dabei gäbe es reichlich Gründe, die Region und vor allem Kreuzlingen als die Stadt zum See entschieden einzubringen. Nichts von alledem! Herr Netzle schwieg sich dazu vornehm aus, obschon es gerade in seiner Stadt viele Chancen und auch bereits Planskizzen für eine naturnahe Belebung gäbe. So z. Bsp. ein attraktiver Zugang zum See vom Helvetiaplatz aus, eine Gestaltung des verwahrlosten Geleisedreiecks und eine Neugestaltung des Areals Klein-Venedig mit Konstanz zusammen.

Verfolgt man die Argumente der Expo-Befürworter, so erhoffen sich diese Wirtschaftskreise neben den Bundessubventionen schlicht und einfach ein kurzfristiges Umsatzplus für Hotel, Gewerbe und andere Dienstleister.

Ernsthaft ist zu fragen, ob im 21. Jh Landesausstellungen noch ihre Berechtigung haben; geschichtlich gesehen sind sie ein Kind vergangener Zeiten, wo es um den Zusammenhalt der Schweiz ging. Heute verkommen solche Grossanlässe immer mehr zu Events mit viel Gaudi – natürlich verpackt in wunderbaren Werbebroschüren!

Ein Nein zum Expokredit ist angebracht, in der Hoffnung, dass dauerhafte Projekte für die ganze Bevölkerung umgesetzt werden.

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