/// Rubrik: Stadtleben | Topaktuell

Wissen und Unterhaltung

Kreuzlingen – Auf der ganzen Welt gibt es keine 1000 Planetarien mit Fulldome-Technologie. Darunter versteht man die Möglichkeit, 360-Grad-Videos in die Kuppel zu projizieren. Im Kreuzlinger Planetarium ist dies nun möglich. Am Sonntag ist offizielle Eröffnung.

Zukünftig sind in der  Kuppel des Planetariums Reisen durchs All und auf ferne Planeten in einer nie dagewesenen Qualität zu sehen. Die Zuschauer werden aber auch in animierte Unterwasserwelten entführt, wie das Fulldome-Abenteuer «Kaluoka’hina» beweist. Für acht verschiedene Vorführungen hat die Astronomische Vereinigung (AVK) vorerst Lizenzen gekauft, darunter grösstenteils Astronomisches, aber auch eine musikalische Show. Diese Programme für Familien und Erwachsene haben eine Länge zwischen 30 und 60 Minuten.

(V.l.) bei Gerhart Lehmann, Rainer Sigrist und Bruno Leitz vom Planetarium Kreuzlingen sowie Stadtpräsident Andreas Netzle (2.v.l.) freuen sich auf die Eröfnung. (Bild: sb)

(V.l.) bei Gerhart Lehmann, Rainer Sigrist und Bruno Leitz vom Planetarium Kreuzlingen sowie Stadtpräsident Andreas Netzle (2.v.l.) freuen sich auf die Eröfnung. (Bild: sb)

Zwei Hochleistungsbeamer sind dafür neu statt Diaprojektoren in Betrieb. Die Modernisierung kostete 700’000 Franken und wurde durch Spenden Privater, von Stiftungen und Firmen möglich gemacht. Den Grossteil gaben die Stadt Kreuzlingen und der Kanton, freute sich Rainer Sigrist, Präsident des Stiftungsrates, anlässlich der Medienvorstellung.

Im Anschluss der Programme ist eine Live-Show zu sehen, die den aktuellen Sternenhimmel zeigt. Dabei kommt auch der vorhandene optomechanische Projektor zum Einsatz und sorgt, ergänzt durch die beiden Beamer, für beeindruckende Bilder. Damit alles funktioniert, mussten sich die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AVK ordentlich einschaffen. Denn das neue System ist sehr viel komplexer.

Immense Möglichkeiten
Betriebsleiter Gerhart Lehmann lobte den Einsatz der Freiwilligen bisher. Ihre Eigenleistung vor und während der Umbauten belaufe sich auf einen Wert von rund 91000 Franken. Für ihn ist aber auch klar: «Die Ausbildung unserer Vorführer wird für uns ein permanenter und fortschreitender Prozess sein.»

Rund 40 Personen arbeiten derzeit unentgeltlich im Verein mit, berichtete Bruno Leitz. «Wir können mit der neuen Technik eigene Produktionen herstellen», kündigte der Präsident der AVK an. Eine Programmgruppe, der sechs Köpfe angehören, ist damit betraut.

Stadtpräsident Andreas Netzle gratulierte zur vollbrachten Modernisierung. Als Bub habe ihn der Vater ins Planetarium mitgenommen. Es sei erfreulich und werde von Stadt und Kanton wertgeschätzt, dass hier auch zukünftig Wissensvermittlung stattfindet. Zusammen mit dem Museum Rosenegg und dem Seemuseum bilden Planetarium und Sternwarte für ihn eine wichtige kulturelle Attraktion mit Strahlkraft über die Landesgrenze hinaus.

Die offizielle Eröffnung des modernisierten Planetariums wird am Sonntag, 22. Mai, von 16 bis 19 Uhr gefeiert. Die Organisation KUK (Kultur Uni Konstanz) ist für das Rahmenprogramm zuständig.

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