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Der Klang ihres Lebens

Güttingen – Patricia Kelly von der berühmten Kelly Family berichtete aus ihrem Leben und sang einige Hits im Gesundheitszentrum Sokrates.

Patricia Kelly von der Kelly Familiy. (Bild: zvg)

Patricia Kelly von der Kelly Familiy. (Bild: zvg)

Am Sonntag, 22. Mai, folgte Patricia Kelly einer Einladung ins Gesundheitszentrum Sokrates.
Der Geschäftsführer, Guido Schaub, begrüsste Patrica Kelly und die Gäste, und er stellte kurz das Sokrates Gesundheitszentrum Bodensee vor. Weil diese ambulanten Klinik Musik und Gesang (auch therapeutisch) einsetzt und auf die Rehabilitation von Brustkrebspatientinnen spezialisiert ist, bot sich dieser Anlass an.

Patricia Kelly begann mit Erzählungen aus ihrer Kindheit in Spanien. An Hand von Kindheitserinnerungen vermittelte sie ein lebendiges Bild von ihren Eltern, ihrem Familienleben, ihren Werten und von sich selbst, die ihren Vater im Alter von fünf Jahren mit ihrer Leidenschaft und Entschlossenheit, zu singen, so beeindruckte, dass er sie zu den Auftritten mitnahm, obschon er sie eigentlich für zu klein hielt. Patricia Kelly schloss die Spanienzeit mit einem spanischen Lied ab.

In Spanien hatte die musikalische Entwicklung der Familie Kelly angefangen. Aus dem Hobby wurde berufsmässige Strassenmusik mit nichts, ausser ihren Stimmen und Instrumenten. Es folgte die Zeit in Deutschland. Nun wurden die Kellys allmählich professioneller, bis sie schliesslich mit allen technischen Einrichtungen versehen auch zu einem ansehnlichen steuerbaren Einkommen gelangten. In den Jahren, die sie durch Europa reisten, war das Leben die Schule der Kinder. Sie lernten das Leben in seiner ganzen Vielfalt kennen. Aber Patricia litt auch darunter, dass sie immer wieder Freunde zurücklassen musste. Sie untermalte diese Zeitspanne mit dem Lied «Alle Kinder brauchen Freunde» und sang gleich anschliessend – spontan mit ihren Fans zusammen – den Song «I want no lies».

Als Patricia Kelly knapp zwölf Jahre alt war, verlor sie ihre Mutter an Brustkrebs. Sie erzählte sehr persönlich und anhand eindrücklicher Einzelheiten über ihre enge Verbundenheit mit ihrer Mutter, und wie sie ihre Mutter in der Zeit der Krankheit und im Sterben erlebt hatte. Ihre Mutter war und blieb ihr Vorbild. «Sie hat die Liebe gelebt» las Patricia Kelly aus ihrem Buch. An dieser Stelle sang Patricia Kelly «Amazing Grace».

Vom Schicksal ihrer Mutter kam sie dann auf ihre eigene Erkrankung an Brustkrebs zu sprechen. Bei ihr selbst meldete sich glücklicherweise eine innere Stimme, die sie mit 38 Jahren immer wieder mahnte, sich doch einer Vorsorgeuntersuchung zu unterziehen. Erst ein Jahr später folgte sie der Stimme, was dann noch rechtzeitig zur Diagnose und zur Behandlung führte. Sie beschrieb ihre Gefühle, ihre veränderte Wahrnehmung der ganzen Umwelt unmittelbar nach der Diagnosestellung – wie in Grossaufnahmen und Slow Motion: nichts mehr war, wie vorher. Ihr Fokus war plötzlich ganz woanders. Es war das Umfeld, das sie auffing und ihr Glaube an Gott, der sie stabilisierte.

Botschafterin mit Lebensfreude
Sie wurde von ihrer Ärztin ermutigt, weiter aufzutreten und zu singen, soweit es ihre Kräfte zuliessen. Sechs Wochen nach der Operation stand sie bereits wieder auf der Bühne – wenn auch noch mit Schmerzen – und sang. Sie wies darauf hin, dass die Krebsbehandlungen heute sehr viel besser sind als noch vor 35 Jahren. Mit ihrer mitreissenden Begeisterung, ihrer Energie und sprühend vor Lebensfreude wirkt Patricia Kelly wie eine Botschafterin dieser Tatsache.
Patricia Kelly beantwortete noch Fragen aus dem Publikum zu ihrer Krankheit und zu den Geschwistern.

Sie schloss mit dem Lied «First Time» und improvisierte einen Abschiedssong und Lobgesang auf den Bodensee. Sie erntete immer wieder und zum Schluss begeisterten Applaus. Die Gäste hatten auch die Möglichkeit, an einem Tisch CDs und das Buch von Patricia Kelly zu kaufen und signieren zu lassen, und an einem anderen Tisch lagen Programme und Informationsbroschüren zum Sokrates Gesundheitszentrum Bodensee auf.
Auch dieser Anlass, an den man sich dankbar erinnern wird, war ein voller Erfolg.

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