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Schule überprüft Sicherheit

Kreuzlingen – Die Schule Kreuzlingen hat alle ihre Schulanlagen durch die Beratungsstelle für Unfallverhütung auf sicherheitstechnische Mängel überprüfen lassen. Das Verdikt: Der Sicherheitsstandard ist gut, zu verbessern gibt es jedoch immer etwas.

307 Empfehlungen hat Stefan Meile von der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) während seiner dreitägigen Inspektion erfasst. Der Chef-Sicherheitsdelegierte hatte auch genug Anschauungsmaterial. Sieben Schulzentren, zwölf Kindergärten, das Thermalbad Egelsee, der Sportplatz Burgerfeld und das Sport- und Kulturzentrum Dreispitz umfassen die Anlagen der Kreuzlinger Schule. Entstanden ist ein 220 Seiten starker Bericht, gespickt mit Details zur Verbesserung der Sicherheit. Denn potenzielle Gefahrenquellen gibt es viele. Von Stolperfallen über zu tiefe Geländer bis hin zu nicht sichtbaren Fenstern ist alles mi­nu­ti­ös aufgelistet.

«Diesen Blick von einem externen Experten schätze ich sehr», erklärt Schulpräsident René Zweifel, welcher die Überprüfung angeordnet hat. In erster Linie sei diese aus dem Wunsch heraus entstanden, die Sicherheit für die Kinder zu erhöhen. Als die Gebäude 1970 erstellt wurden, galten noch andere Normen. Nun kann abgeschätzt werden, wo Verbesserungen sinnvoll sind. «Heute gilt zum Beispiel das Prinzip der glatten Turnhallenwände», nennt Zweifel einen Punkt des Berichts. Nichts soll vorstehen, an dem sich Schüler verletzen könnten. Andere Ratschläge, wie das Wasser im Biotop auf 20 Zentimeter zu beschränken, hält Zweifel dafür für wenig sinnvoll. «Da sterben uns im Winter alle Fische ab.»

Der Sicherheitsdelegierte Meile lobte während der Inspektion den allgemein hohen Sicherheitsstandard auf den Anlagen. Der Bericht sei nur als Empfehlung zu verstehen. Die Schule Kreuzlingen hat damit nun eine Entscheidungsgrundlage. Jetzt muss abgeschätzt werden, welche Massnahmen gleich umgesetzt und welche im Rahmen der normalen Unterhaltsarbeiten erledigt werden. «Nach gesundem Menschenverstand», so Zweifel. Es sei darum auch schwer, jetzt schon die anfallenden Kosten abzuschätzen. «Der Bericht hat uns 7000 Franken gekostet», sagt der Schulpräsident. Eine lohnende Investition, gehe es doch um die Sicherheit der Kinder. «Und Sicherheit darf auch etwas kosten.»

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