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Programm am Flüchtlingstag

Kreuzlingen – Rund um den nationalen Flüchtlingstag am 18. Juni und den Ökumenischen Bodenseekirchtag eine Woche später finden in Kreuzlingen diverse Anlässe zur Flüchtlingsthematik statt. Veranstalter ist der Verein Agathu mit der ihm eingegliederten Kommission «Fremde und wir».

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Am 18. Juni findet die offizielle Veranstaltung zum Flüchtlingstag im Torggel Rosenegg statt. In Anlehnung an das Motto der Schweizerischen Flüchtlingshilfe – «Together 2016» – haben die Veranstalter entsprechend getitelt: «Gemeinsam im Thurgau – Wie machen wir das?». Im Vordergrund steht, wie Integration im Kanton Thurgau in den Gemeinden umgesetzt wird und was es braucht, damit das gelingen kann.

Das Programm im Torggel Rosenegg beginnt um 17 Uhr.

  • Grussworte von Regierungsratspräsidentin Monika Knill und Stadträtin Barbara Kern
  • Uwe Moor, Historiker: Einführung in das Thema. Integrationsbericht des Kt. TG
  • Kurzreferate:
    Moustapha Diop, Flüchtlingsverantwortlicher der Stadt Konstanz
    Vertreter/-vertreterinnen von Gemeinden und Kanton nehmen Stellung zu den Fragen
    Was sind die Aufgaben der Gemeinde zur Integration von Flüchtlingen?
    Wie sind die Aufgaben umsetzbar/umgesetzt?
    Wo sind die Probleme?
    Was braucht es vom Kanton?
  • 18.30 Uhr Pause mit fernöstlichem Buffet
  • 19.30 Uhr Film: Film Asyland
    Ein junges Filmteam begleitete 2015 während einigen Monaten in einer ganzen Reihe von deutschen Städten undercover den Alltag verschiedener Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten und in Deutschland nun mit unendlich vielen Herausforderungen und teilweise nicht vorstellbaren Zuständen konfrontiert werden. Wie verläuft ein Tag, wenn man in einem Flüchtlingsheim lebt? Welche Möglichkeiten, welche Herausforderungen gibt es? Wie fühlt es sich an, mehrere tausend Kilometer von der Heimat, von der eigenen Familie entfernt zu sein? Finanziert wurde der Film durch Crowdfunding und unterstützt von der Jugendpresse Deutschland.
Zeichnung des achtjährigen Nahnael. (Bild: zvg)

Zeichnung des achtjährigen Nahnael. (Bild: zvg)

 

Am 25. und 26. Juni beteiligen sich die Veranstalter am 17. Internationalen Ökumenischen Bodenseekirchtag in Konstanz/Kreuzlingen und ergänzen das reichhaltige Programm mit einer Ausstellung, zwei Workshops und einer Podiumsdiskussion.

  • 25. Juni, 10.30 bis 18 Uhr und 26. Juni, 10 bis 14 Uhr
    im Flüchtlingskaffee AGATHU, Freiestrasse 28a
    Ausstellung: Bilder von Asylsuchenden
  • 25. Juni, 10.30 bis 12 Uhr im Evangelischen Kirchgemeindehaus an der Bärenstrasee 25
    Referat von Peter Balleis, SJ, langjähriger Internationaler Director des Jesuit Refugee Service: Millionen auf der Flucht – Zeichen der Hoffnung
    Aktuelles Flüchtlingsdrama, Ursachen – konstruktive Ansätze
  • 25. Juni 14 bis 16 Uhr im Flüchtlingskaffee AGATHU, Freiestrasse 28a
    Kurzreferate, Gespräche mit Asylsuchenden, Workshop
    Freiwilligenarbeit für Asylsuchende: Erfahrungen
  • 25. Juni, 17 bis 19 Uhr, Treffpunkt Emmishofer Zoll
    Grenzen und Flüchtlinge – Damals und heute
    Exkursion entlang der Grenze mit Besuch von AGATHU mit dem Historiker Uwe Moor

Der Flüchtlingstag wird unterstützt von der Stadt Kreuzlingen, dem Lotteriefonds des Kt. Thurgau, der Schweizerischen Flüchtlingshilfe, der Arbeitsgemeinschaft für Migration, der Evangelischen und der Katholischen Kirchgemeinde Kreuzlingen, der Albanisch Islamischen Gemeinschaft «Hëna e re» und der Bodan Buchdruckerei. Die Kollekten aus den Anlässen kommen vollumfänglich drei Integrations-Projekten im Irak zugute:

  1. Bewegung bringt Hoffnung
    Eine Gruppe von Menschen hat sich in Bagdad unter diesem Namen zusammengeschlossen und organisiert Rollstühle für behinderte Kinder und Erwachsene. Rollstühle sind im Irak sehr teuer und die Leute, die sich keinen Rollstuhl leisten können, bleiben einfach am Boden.
  2. Umm al Banien: Nothilfe für Waisenkinder und allein erziehende Frauen
    Eine kleine Organisation sammelt in Al Nasserys im Süden des Irak Lebensmittel und Kleider für Waisen und allein erziehende Frauen. Sie verteilen die Sammlung jede Woche am Donnerstagvormittag. Gesammeltes Geld wird eingesetzt um Medikamente und medizinische Versorge für diese Familien zu zahlen.
  3. Lehrstellen für eine Zukunft
    Eine kleine Schreinerei im Süden des Irak. Das leerstehende Gebäude bei einer Schule wurde von Lehrern und Handwerkern als Schreinerei eingerichtet, um Jugendlichen eine Lehrstelle zu ermöglichen. Die Lehre dauert ein Jahr und befähigt die jungen Leute, sich eine Existenz aufzubauen, ihr Leben finanzieren.
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