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… noch tausend Sommer

Landschlacht – Am Sonntag, 12. Juni, 17 Uhr, wird die Kapelle Landschlacht Schauplatz einer Meditation mit Gedichten von Tresa Rüthers Seeli.

Portrait der Lyrikerin. (Bild: zvg)

Portrait der Lyrikerin. (Bild: zvg)

Die Lyrikerin ist 1931 im bündnerischen Falera geboren. Seit den 1950er Jahren veröffentlicht sie Gedichte in rätoromanischer und deutscher Sprache. 2004 wurde sie u.a. ausgezeichnet mit dem Schillerpreis der Schweizerischen Schiller Gesellschaft. Heute lebt sie in Bottighofen. Sie wird ihre Gedichte selber vortragen.

Die Gedichte sind kurz und sparsam. Ihre zurückgenommene und tiefgründige Poesie sucht die reine Form, fern unseres hektischen Lebens. Doch das schöne Leben bleibt eine Sehnsucht, denn es ist zu gefährdet und zu zerbrechlich. Aber noch im Zerrinnen der Zeit wird der erfüllte Augenblick ins Wort gebracht. Dieser Versuch hat etwas Trotziges. Aber der Trotz ist ohne Anklage. Etwas zutiefst Persönliches hält die Dichterin der Lieblosigkeit, der Leere, dem Tod entgegen.

Musikalisch wird die Meditation gestaltet von Jürg Lanfranconi (Klarinette und Perkussion) und Christian Berger (Gitarre und arabische Laute). Im Dialog mit den Gedichten schaffen die beiden Musiker eine Klangwelt, die sich zwischen Kammermusik, Jazz und orientalischer Musiktradition bewegt. Mal lassen sie ein Gedicht nachwirken, mal antworten sie darauf mit einem ironischen Kommentar.

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