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In der Höchstklasse angekommen

Kreuzlingen/Montreux – 520 teilnehmende Orchester, rund 25'000 Musiker und 200'000 Zuhörer – das Eidgenössische Musikfest ist eine Veranstaltung der Superlative. Alle fünf Jahre findet das grösste Blasmusikfest von Europa statt, heuer in Montreux. Und das Symphonische Blasorchester Kreuzlingen spielte ganz vorne mit. (Bilder: Reto Bollinger)

Der neunte Platz im Wettbewerb zwischen den höchst klassierten Orchestern der Schweiz ist die Krönung eines Weges, welcher 2009 von Dirigent Stefan Roth eingeschlagen wurde. Sukzessive stieg der von der Stadtharmonie zum Symphonischen Blasorchester umbenannte Verein von der dritten in die erste Stärkeklasse auf. Am vergangenen Wochenende wagte die mittlerweile auf 70 Musiker angewachsene Formation am Eidgenössische Musikfest den Sprung in die Höchstklasse. Als absoluter «Newcomer» mass sich das weitgehendst aus Amateurmusikern bestehende Orchester mit 14 anderen renommierten Harmonien, darunter Lausanne, Luzern und Bern.

Um sich in diesem qualitativ hochstehenden Feld keine Blösse zu geben, war im Vorfeld ein enormer Probenaufwand nötig, damit jede Note sitzt, jedes Tempo stimmt und die Lautstärke vor lauter Spielfreude nicht überschwappt. Dieser Einsatz wurde von der Fachjury, bestehend aus international angesehenen Komponisten und Dirigenten, mit 181,34 von 200 Punkten belohnt. Ein grosses Potential wurde der jungen Gruppierung im Bewertungsbericht attestiert. Beim Aufgabenstück «Guernica» von Jean-François Michel holte diese 94.67 Punkte, die dritthöchste Punktzahl aller 15 Vereine. Der Dreiviertelstunde dauernde Klassiker «third symphony» von James Barnes wurde mit 86,67 Punkten bewertet.

Damit übertrumpfte das Orchester regionale Konkurrenten wie die Stadtmusik St. Gallen oder die Stadtharmonie Zürich. Sie kann sich damit zu den stärksten Blasorchestern der Nordostschweiz zählen. Und in der Kategorie Parademusik Traditionell marschierten sie an den fünften von 30 Plätzen.

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