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30’000 Franken für Kinder aus der Ostukraine

Kreuzlingen – Dank Benefizkonzert in Kreuzlingen erholen sich kriegsgeschädigte Kinder in der Westukraine.

30’000 Franken Reinertrag resultierten aus dem Benefizkonzert des «Orchesters für den Frieden» am 3. Mai in Kreuzlingen. Ein wesentlicher Teil davon kam aus grosszügigen Spenden zusammen. Mit diesem Geld können nun mehr als 100 zum Teil traumatisierte Kinder aus dem Kriegsgebiet im Osten des Landes von Erholungsaufenthalten in der kriegsfreien Zone im Westen der Ukraine profitieren.

Die erste Gruppe Kinder aus dem Kriegsgebiet in der Ostukraine beim ersten mit Kostümen veranschaulichten Stadtrundgang in Lemberg. (Bild: zvg)

Die erste Gruppe Kinder aus dem Kriegsgebiet in der Ostukraine beim ersten mit Kostümen veranschaulichten Stadtrundgang in Lemberg. (Bild: zvg)

Beitrag zur Völkerverständigung
Dieser Tage ist bereits die erste Gruppe von 20 Kindern, betreut durch das lokale Malteser Hilfswerk, aus der während drei Monaten besetzten Stadt Slowjansk im westukrainischen Lemberg eingetroffen. Wenn man weiss, dass 80 Prozent der Bevölkerung aus den Regionen Donezk und Luhansk noch nie im Westen der Ukraine waren, geschweige denn im Ausland, dann versteht man auch, dass diese Erholungsaktion für Kinder eine Investition in die Zukunft, ja ein Beitrag für die Völkerverständigung sein kann.

Ein Zeichen für den Frieden
Der Schweizer Musiker und Dirigent Gunhard Mattes hat rund 30 Musikerinnen und Musiker aus der Ukraine und aus Russland zum «Orchester für den Frieden» formiert. Er hatte schon 1998 in der Ukraine ein Ensemble gebildet, das sich mit Auftritten in der ganzen Welt einen Namen schuf. Dies ermöglichte auch die Beschaffung adäquater Instrumente, was sonst in der Ukraine kaum möglich gewesen wäre. Nach der Krise im Donbass und auf der Krim zeigte sich, dass es für viele Beteiligte nicht mehr klar war, zu welcher Seite sie sich zugehörig fühlten. Nur dank seiner Autorität und seinem Charisma gelang es Gunhard Mattes, ein paritätisch zusammengestelltes Orchester aufzubauen: Musikerinnen und Musiker aus Russland und der Ukraine sollten gemeinsam auftreten und so ein klares Zeichen für den Frieden setzen. Der Erfolg des Konzerts in Kreuzlingen hat bewiesen, dass sich die Mühe gelohnt hat.

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