/// Rubrik: Stadtleben | Topaktuell

Aus der Bieridee wurde Wirklichkeit

Kreuzlingen – Vor sechs Jahren hatte der damals noch amtierende Schulpräsident Jürg Schenkel die Idee, Biergläser als Behördengeschenk kunstvoll bemalen zu lassen. Zwischenzeitlich ist eine Serie aus sechs Unikaten entstanden, welche es nun in der Seeburg zu begutachten gibt.

Die Künstler zeigen ihre Werke vor Schloss Seeburg: (v.l.) Roger Cotting, Xaver Dahinden, Philippe Mahler, Initiant und Finanzier Jürg Schenkel, Stadträtin Dorena Raggenbass (hält das Glas der Künstlerin Marlise Schellenberger), Peter Guarisco und Kurt Lauer. (Bild: ek)

Die Künstler zeigen ihre Werke vor Schloss Seeburg: (v.l.) Roger Cotting, Xaver Dahinden, Philippe Mahler, Initiant und Finanzier Jürg Schenkel, Stadträtin Dorena Raggenbass (hält das Glas der Künstlerin Marlise Schellenberger), Peter Guarisco und Kurt Lauer. (Bild: ek)

Einen besseren Ort hätte man schwerlich finden können, die kunstvoll verzierten Biergläser für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das Schloss Seeburg ist ein Wahrzeichen von Kreuzlingen und der neue Wirt Matias Bolliger ausgebildeter Biersommelier. «Vor sechs Jahren habe ich den Künstlern nach Abschluss ihrer Arbeit ein Abendessen in Aussicht gestellt», freut sich Jürg Schenkel, dieses Versprechen nun einlösen zu dürfen. Er hatte damals die «Bieridee», Gläser anmalen zu lassen und als Behördengeschenk abzugeben.

Die Pauschale für die Künstler hat er dafür aus seinem Sack bezahlt. Entstanden sind sechs Motive, welche auch den Charakter des jeweiligen Künsters wiederspiegelt. Den Anfang machte im Jahr 2009 der Kreuzlinger Philippe Mahler, welcher gelernter Glasmaler ist. «Dennoch keine leichte Aufgabe, das runde Glas mit einem Motiv zu verzieren», so Mahler. Zudem musste dieses jeweils 34 mal reproduziert werden. «Hochgradige Konzentration war von Nöten», bestätigt auch der Kreuzlinger Xaver Dahinden, welcher zur Sicherheit ein zusätzliches Glas einkaufte. Roger Cotting erinnerte sich mit Strichmännchen an seine Schulzeit zurück, während Peter Guarisco mittels Farben einen Querschnitt durch die zwölf Kreuzlinger Schulen bietet. «Jürg Schenkel war schon immer ein Kunstförderer», lobte Kurt Lauer das Wirken des ehemaligen Schulpräsidenten.

Damit die Schmuckstücke für die Bevölkerung nicht nur am Stammtisch ersichtlich sind, hat Jürg Schenkel der Stadt Kreuzlingen eine Serie mit sechs Gläsern übergeben, welche nun im Eingangsbereich der Schloss Seeburg ausgestellt sind. «Eine brillante Idee, Künstler aus der Region zusammenzubringen», bedankte sich Stadträtin Dorena Raggenbass für das Geschenk.

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