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Programm am Flüchtlingstag

Kreuzlingen – Rund um den Flüchtlingstag am Samstag, 18. Juni, und den Ökumenischen Bodenseekirchtag eine Woche später finden diverse Anlässe zur Flüchtlingsthematik statt.

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Der gezeigte Film «Asyland» ändert die Perspektive. (Bild: www.asyland.de )

Die Flüchtlingskrise beschäftigt ganz Europa. Die Thematik ist in den Alltag eines jeden einzelnen eingedrungen. Durch die Berichterstattung der Medien, aber auch im realen Leben begegnen wir täglich Menschen, die aus Krisengebieten hier her geflohen sind. Sie leben unter uns, gehen in unseren Geschäften einkaufen, die Kinder gehen auf dieselben Schulen wie unsere und doch ist Integration nichts, was von selbst geschieht. Um auf die damit verbundenen Fragen und Herausforderungen aufmerksam zu machen veranstaltet der Verein Agathu mit der ihm eingegliederten Kommission «Fremde und wir» den Flüchtlingstag in Kreuzlingen.

Unter dem Titel «Gemeinsam im Thurgau – Wie machen wir das?» wird gezeigt wie Integration erfolgen kann  und was es dafür benötigt. Das Programm im Torggel Rosenegg beginnt am Samstag, 18. Juni, um 17 Uhr mit Grussworten von Regierungsratspräsidentin Monika Knill und Stadträtin Barbara Kern. Anschliessend gibt der Historiker Uwe Moor eine Einführung in das Thema. Daraufhin folgen Kurzreferate  von Moustapha Diop, dem Flüchtlingsverantwortlichen der Stadt Konstanz, sowie Vertreterinnen und Vertreter von Gemeinden und dem Kanton, die Stellung zu diversen Fragen nehmen: Was sind die Aufgaben der Gemeinde zur Integration von Flüchtlingen? Wie sind die Aufgaben umsetzbar oder bereits umgesetzt? Wo sind die Probleme? Was braucht es von Seiten des Kantons? Um 18.30 Uhr gibt es eine Pause mit fernöstlichem Buffet und um 19.30 Uhr geht der Abend über in eine Filmpräsentation der Doku «Asyland».

Bereits die Doppeldeutigkeit im Titel zeigt, dass es sowohl um Menschen geht, die geflohen sind, als auch um das Land, in dem sie nun leben. Gezeigt werden vier Portraits aus unterschiedlichen deutschen Grossstädten. Vier Gefühlswelten, die über Hoffnung und Angst, Sehnsucht und Zuversicht, Einsamkeit und Neuanfängen den Alltag von Asylsuchenden begleiten. Kommentiert werden die Darstellungen von Politikern, Kabarettisten und Schauspielern. Durch die Perspektive der Flüchtigen verändern sich die Fragestellungen des Betrachters, was den Film zu einem berührenden Erlebnis macht.

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