/// Rubrik: Stadtleben | Topaktuell

Spagat zwischen den Tanzstilen

Kreuzlingen – In der Tanzschule Kreuzlingen gibt es einige personelle Veränderungen. Die langjährige Leiterin Sonny Walterspiel tritt aus Altergründen kürzer und übergibt die Leitung an Mirjam Bührer. Und nach dem Austritt der Balettlehrerin konnten zwei junge Talente engagiert werden. Mit dem hochkarätigen Zuwachs kann nun auch Zeitgenössischer Tanz unterrichtet werden.

Mirjam Bührer (l.) tritt in die Fussstapfen von Sonny Walterspiel. Rebekka Meile (unten) und Reut Nahum (r.) übernehmen das klassische Ballett. (Bild: ek)

Mirjam Bührer (l.) tritt in die Fussstapfen von Sonny Walterspiel. Rebekka Meile (unten) und Reut Nahum (r.) übernehmen das klassische Ballett. (Bild: ek)

«Die Zukunft heisst Mirjam Bührer», kündigt Sonny Walterspiel ihre Nachfolgerin als Leiterin der Tanzschule Kreuzlingen an. Nach zwanzig Jahren übergibt sie das  Zepter an die 30-Jährige und tritt bis zur Pensionierung kürzer. Für Mirjam Bührer ist es ein Nach-Hause-kommen: «Ich habe meine ersten Balettschritte in dieser Tanzschule gemacht», erinnert sich die gebürtige Münsterlingerin zurück. Zwischenzeitlich hat sie Tanz, Improvisation und Performance an der Zürcher Hochschule der Künste studiert.

Schüler abgeworben
Unfreiwillig musste Walterspiel nach dem Weggang  der langjährigen Ballettlehrerin Carmelina Kirstein für eine Nachfolgerin suchen. Diese nimmt nach der Gründung ihrer eigenen Balettschule einen Grossteil der Schüler mit. «Immerhin haben wir jetzt wieder kleine und persönliche Klassen», so Walterspiel, welche die Kündigung gleichzeitig als Chance sieht, das Angebot breiter aufzufächern. Mit den beiden Neuzugängen Rebekka Meile und Reut Nahum konnte sie zwei Wunschkandidatinnen verpflichten, welche die Qualität des Tanzunterrichts weiter steigern sollen. Sie übernehmen die Balettklassen von sieben bis neun Jahren. Beide sind bereits mit Kompanien durch Europa getourt und haben dabei auch den zeitgenössichen Tanz studiert. So kann die Tanzschule nun auch für Kinder Modern Dance undContemporary anbieten. «Da ist der Thurgau noch ein wenig Missionsgebiet», scherzt Walterspiel. Mit dem neuen Angebot hofft Bührer auch, in der Begabtenförderung weiter Fuss zu fassen. Gespräche dafür seien mit dem Oberstufenzentrum Pestalozzi bereits im Gange, damit talentierte Schülerinnen und Schüler gezielt gefördert werden können. «Eine reine Eliteschmiede soll unsere Schule jedoch nicht werden», beschwichtigt Bührer. So haben die Verantwortlichen sich auch schon in der Schule mit Tagesstrukturen eingehakt und werden in den Horten Akrobatikkurse anbieten.

Zudem wird die Zusammenarbeit mit der Musikschule weiter intensiviert. «Live Musik ist ein Luxus für Tänzer», freut sich Bührer. «In erster Linie geht es in der Tanz- & Musikschule um die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen», erläutert Stephan Frommer, Leiter der Musikschule, das Konzept der beiden Institutionen.

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