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Das «Trösch» nimmt Fahrt auf

Kreuzlingen – Der Stadtrat spricht sich für das Projekt der Geschwister Roell am Boulevard aus und arbeitet eine Botschaft an den Gemeinderat aus. Das ist nötig, weil die Stadt als Trägerin des Begegnungszentrums mit einem jährlichen Defizit von 80'000 Franken rechnet. (Monika und Christian Roell)

Im Zentrum von Kreuzlingen am Boulevard bauen Christof Roell und Monika Roell ein Begegnungszentrum für die Kreuzlinger Bevölkerung. Es entsteht ein qualitativ anspruchsvoller Bau des Architekten Beat Consoni. Zum 1. April 2017 soll das neue Begegnungszentrum eröffnet werden.

Die Geschwister Roell vor dem entstehenden Begegnungszentrum Trösch. (Bild: sb)

Die Geschwister Roell vor dem entstehenden Begegnungszentrum Trösch. (Bild: sb)

Die Idee eines Begegnungszentrums wurde im Zusammenwirken mit den zukünftigen Nutzerinnen und Nutzern sowie der Stadt Kreuzlingen (Departement Gesellschaft) entwickelt und anlässlich des Generationenforums im Frühjahr 2014 erstmals öffentlich vorgestellt. Eine Umfrage unter Kreuzlinger Vereinen im Herbst 2014 zeigte den grossen Raumbedarf und wurde zur Grundlage des Raumkonzepts. Es entsteht ein Saal, auf zwei Geschossen verschiedene multifunktionale Räume und darüber eine grosse Dachterrasse. Ob Vereinsversammlungen, Sprach- oder Tanzkurse, Musikproben, Kindergeburtstage oder Familienfeste – die Räume des TRÖSCH sollen von vielen Menschen in Kreuzlingen zu günstigen Konditionen genutzt werden können. Es gibt im TRÖSCH weder ein Restaurant noch ein bedientes Café. Die komplett ausgestattete Gastroküche lässt allerdings alle Möglichkeiten offen für Caterings sowie für Nutzerinnen und Nutzer im TRÖSCH, die selber kochen wollen. Und ein offener Treffpunkt/Caréteria am Boulevard ist mit einem Kaffeeautomaten ausgestattet. Da das Begegnungszentrum als gemeinnütziges Projekt geplant ist, steht es für gewerbliche Nutzung nicht zur Verfügung.

Ganzes Gebäude als Geschenk
Die Geschwister Roell haben im November 2015 dem Stadtrat als Vertreter der Stadt Kreuzlingen die Trägerschaft für das Begegnungszentrum zum Nutzen der Einwohnerinnen und Einwohner angeboten. Sie stellen das neue Gebäude miet- und zinsfrei zur Verfügung. Mieteinnahmen aus der Nutzung des Gebäudes stehen vollumfänglich der Stadt zu und werden für Unterhalts- und Betriebskosten eingesetzt. Hält man die Mieten niedrig um möglichst vielen Menschen die Nutzung der Räumlichkeiten zu ermöglichen, ist dennoch mit einem Defizit von nur ca. 80’000 Franken jährlich zu rechnen.

Der Stadtrat hat das Angebot der Geschwister Roell sorgfältig geprüft. An den Gesprächen waren auch Vertreter einer Unterstützergruppe beteiligt, in der sich 25 Vertreterinnen und Vertreter aus Kreuzlinger Vereinen, Politik, Schule, Gewerbe und Kultur aktiv für einen erfolgreichen Start des Begegnungszentrums einsetzen. Der Betrieb des Trösch soll während der ersten fünf Jahre in der Gesamtverantwortung der Stadt Kreuzlingen liegen und vom Departement Gesellschaft geführt werden.

Profis und Freiwillige
Es ist vorgesehen, dass ein Verein «Das Trösch» und Freiwillige unterstützend mitwirken. Dadurch kann einerseits ein professionelles Management des Hauses gewährleistet und andererseits kostenbewusst gearbeitet werden. Monika Roell und Christof Roell bieten auch zukünftig ihre Mitarbeit an. Die bisherige Zusammenarbeit der beiden mit dem Departement Gesellschaft war sehr konstruktiv und hat reibungslos geklappt. Die innovative Idee einer «public-private partnership» macht allen Beteiligten Freude. Die Initianten des Projekts wie auch die Unterstützergruppe hoffen, dass das Konzept auch im Gemeinderat Zustimmung findet und werden die Parteien und Fraktionen umfassend vorinformieren. Und wenn die Kreuzlingerinnen und Kreuzlinger das Begegnungszentrum ab dem 1. April 2017 intensiv nutzen, ist nicht zuletzt für eine Belebung des Boulevards gesorgt!

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