/// Rubrik: Region | Topaktuell

Netzwerk für die Ernährungswirtschaft

Frauenfeld – Im Kanton Thurgau wird ein Netzwerk Ernährungswirtschaft, Wissenschaft und Innovation geprüft. Die drei Thurgauer Wirtschaftsverbände haben Edgar G. Sidamgrotzki, den früheren Chef des kantonalen Amtes für Wirtschaft und Arbeit (AWA), mit einer Projektskizze beauftragt.

Fast Food gilt als ungesund. (Bild: w.r.wagner/pixelio.de)

Fast Food gilt als ungesund. (Bild: w.r.wagner/pixelio.de)

Seit dem Jahr 2010 besteht im Kanton Thurgau das «Kompetenznetzwerk Ernährungswirtschaft». Es wird von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Thurgau, dem Thurgauer Gewerbeverband (TGV) und dem Verband Thurgauer Landwirtschaft (VTL) getragen. Eine weitere Initiative im Bereich der Ernährungswirtschaft stellte der Agro Food Innovation Park in Frauenfeld dar. Nach dem Nein der Stimmberechtigten der Stadt Frauenfeld haben sich der Kanton Thurgau und die Stadt Frauenfeld aus dem Projekt zurückgezogen.

Im Kanton Thurgau geniessen die Landwirtschaft sowie die vor- und nachgelagerten Betriebe samt der Nahrungsmittelindustrie einen hohen Stellenwert. Mit Blick auf die Einrichtung eines Agro Food Innovation Parks in Frauenfeld wurden wichtige Vorarbeiten geleistet. So hatte sich die ETH Zürich bereit erklärt, im Kanton Thurgau ein ETH-Studio aufzubauen.

Die Thurgauer Wirtschaftsverbände wollen abklären lassen, ob aus den bisher erarbeiteten Grundlagen ein neues, realisierbares Projekt entstehen kann. In die Untersuchung miteinbezogen wird das bestehende Kompetenznetzwerk Ernährungswirtschaft. Mit den Abklärungen haben die Wirtschaftsverbände Edgar G. Sidamgrotzki beauftragt. Der frühere AWA-Chef ist mit dem Beratungsunternehmen Esicon selbstständig tätig. Im Zentrum der Projektskizze «Netzwerk Ernährungswirtschaft, Wissenschaft und Innovation», kurz NEWI, stehen die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft sowie die Innovation. Die Abklärungen sollen standortunabhängig erfolgen und nicht an eine Immobilienentwicklung gekoppelt sein.

Parallel zur Machbarkeitsstudie laufen Bemühungen, weitere Kreise einzubeziehen und Kooperationen zu prüfen. Eine Auslegeordnung soll bis Ende August 2016 vorliegen. Die Verbände werden anschliessend über das weitere Vorgehen entscheiden.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.