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Wasserdichtes Feuerschutzreglement

Kreuzlingen – «Das Feuerschutzreglement entspricht nicht mehr den aktuellen Gegebenheiten», erklärt der zuständige Stadtrat Thomas Beringer vom Departement Dienste den Anlass für Teilrevision des Feuerschutzreglementes der Stadt Kreuzlingen.

Das neue Löschfahrzeug im Depot Rosenegg. (Bild: Sebastian Schaad)

Das neue Löschfahrzeug im Depot Rosenegg. (Bild: Sebastian Schaad)

Dieses stammt noch aus dem Jahr 1995 und wurde seither laufend ergänzt und überarbeitet. Eine neue Teilrevision soll nun die Diskrepanz zwischen Realität und den kantonalen Vorgaben beseitigen. So wurden einige Artikel sprachlich präzisiert, damit es zum Beispiel beim Artikel zur Höhe der Ersatzabgabe keinen Interpretationsspielraum mehr gibt. «Dem sind Diskussionen von Juristen vorausgegangen, jetzt ist das Reglement wieder wasserdicht», sagt Beringer.
Einige Änderungspunkte haben aber handfeste Auswirkungen auf den Feuerwehrdienst. So erhält die Feuerschutzkommission eine neue Zusammenstellung und der Aufgabenbereich der Feuerwehr wird um den Punkt Umwelt, unter den Ölwehr, Hochwasser und Sturmschäden fallen, ergänzt. Im Jahr 2016 gab es bereits vier Fälle von Ölwehr und einen umgestürzten Baum auf der Seetalstrasse, für welche die Stützpunktfeuerwehr Kreuzlingen aufgeboten wurde. Die Zusammenarbeit, welche mit der Feuerwehr Bottighofen besteht, wird allgemeiner gefasst, wodurch es nun auch möglich wäre, mit anderen Gemeinden eine Partnerschaft einzugehen. Konkrete Projekte dafür seien aber noch nicht in der Pipeline.

Zudem wird die Altersbegrenzung für Mitarbeitende in der Feuerwehr bis zum Eintritt ins Pensionsalter erweitert. «Damit haben wir mehr Möglichkeiten, gute Leute länger im Dienst zu behalten», erklärt Beringer.

Gut gefüllte Feuerwehrkasse
128 Feuerwehrleute sind zurzeit bei der Stützpunktfeuerwehr Kreuzlingen und Bottighofen im Dienst, darunter zwölf Frauen und elf Bottighofer. «Hier dürften gerne noch mehr mitmachen.» In der heutigen Zeit seien nicht immer alle Mitglieder sofort abrufbar, da sie weiter weg arbeiten. «140 bis 150 Feuerwehrleute wären optimal», wünscht sich Beringer. Ansonsten steht die Feuerwehr sehr gut da, besonders finanziell. Zurzeit befinden sich 5,3 Millionen Franken in der Spezialfinanzierung Feuerwehr. Tendenz steigend. Der Spielraum für die Höhe der Feuerwehrersatzabgabe wird vom Kanton vorgegeben, Kreuzlingen ist mit zehn Prozent schon am unteren Limit. «Hier sind uns die Hände gebunden», sagt der Stadtrat.

Heisst der Gemeinderat am kommenden Donnerstag, 7. Juli, die Teilrevision gut, tritt das überarbeitete Feuerschutzreglement am 1. Januar 2017 in Kraft.

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