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Die Matura lohnt sich dreifach

Kreuzlingen – Alle 44 Kandidatinnen und 34 Kandidaten der Kantonsschule Kreuzlingen haben die Matura bestanden. Die Maturafeier fand am Freitagabend im Beisein von Regierungsrätin Cornelia Komposch statt.

78 Maturandinnen und Maturanden. (Bilder: zvg)

Maturandinnen und Maturanden der Kanti. (Bilder: zvg)

Trompetenlehrer Kurt Brunner und seine Schüler Damian Rusch und Tim Gessner eröffneten die diesjährige Maturafeier mit zwei Beiträgen von George Gershwin, darunter das sehr bezeichnende «‘S Wonderful (Es ist wunderbar)». Rektor Arno Germann begrüsste über 400 Gäste und äusserte sich zur Frage, wie sehr sich eine gymnasiale Matura lohne. Die Antwort beginne beim Blickwinkel, denn je nach dem, ob es sich für einen selbst, volkswirtschaftlich oder gesellschaftlich lohnen solle, falle sie anders aus. Eine definitive Antwort sei sicher verfrüht, doch lasse sich bereits jetzt schon sagen, dass die allermeisten sehr genau wissen, in welche Richtung sie sich längerfristig vertiefen werden. Die Maturandinnen und Maturanden wüssten, was sie können und wollen bzw. was sie nicht können und nicht wollen. Das sei es, was die Gesellschaft brauche: Kritische, engagierte Staatsbürger, die das Gemeinwohl vor Augen haben und in grösserem Zusammenhang denken können – statt einseitig nur die eigenen Interessen zu verfolgen. Und dafür stehe die gymnasiale Bildung.

Was uns bleibt
Ganz ähnlich wie Rektor Arno Germann sahen es auch Navya Thottan in ihrem Rückblick auf die Kantizeit sowie Denis Othenin-Girard in seiner Rede mit dem Titel «Was uns bleibt». Was nämlich bleibe, seien die Erinnerungen an die eigene Kantizeit, welche einem den Weg geebnet habe. Die Maturandinnen und Maturanden gingen heute als Sieger vom Platz und könnten sich mit ihrem Wissen und der Erfahrung im Gepäck nun in die Zukunft stürzen, um noch mehr Wissen und Erfahrungen zu sammeln.

Cécile Vonderwahl an der Violine.

Cécile Vonderwahl an der Violine.

Feierlich ging es weiter mit einer musikalischen Spitzendarbietung von Camille Saint-Saëns‘ «Rondo Capriccioso» durch Cécile Vonderwahl (Violine) und Klavierlehrer Timon Altwegg. Das Publikum bedankte sich dafür mit einem Sturm von Standing Ovations. Der eine oder andere Gast mag vielleicht überrascht gewesen sein, dass die Kanti nicht allein den Wissenschaften zudient, sondern auch so grosse musikalische Talente fördert. Die begnadete Cécile Vonderwahl jedenfalls wird in Zürich Violine studieren.

Es folgte die Verteilung der Maturazeugnisse durch den Rektor und die vier Klassenlehrpersonen. Rektor Arno Germann würdigte dabei Schülerinnen und Schüler, welche erfolgreich an Wettbewerben teilgenommen hatten. Fünf Schülerinnen und Schüler erfüllten die Aufnahmekriterien für die Schweizerische Studienstiftung, nämlich einen Notenschnitt von mindestens 5.3. Heuer sind dies namentlich Anna König, Marcelle Mahler, Hannah Schmitz, Oliver Schwarzenbach sowie Cécile Vonderwahl, von der bereits weiter oben die Rede war.
Die beste Matura schrieb Marcelle Mahler mit einem Durchschnitt von 5.62.

Bevor dann zum Apéro geladen wurde, rundete die Campus-Bigband unter der Leitung von Ralph Brodmann die Feier mit John Mellencamps «R.O.C.K. in the U.S.A.» ab.

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