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Recht und Gerechtigkeit an der PMS

Kreuzlingen – 108 Schülerinnen und Schüler der Pädagogischen Maturitätsschule Kreuzlingen setzen sich eine Woche lang mit juristischen Fragen auseinander. Strafrecht, Völkerrecht und Menschenrecht boten den Drittklässlern viel Diskussionsstoff.

Benjamin Veress von Amnesty International. (Bild: zvg)

Benjamin Veress von Amnesty International. (Bild: zvg)

Benjamin Veress von Amnesty International muss harte Aufklärungsarbeit leisten. Nur wenige der Drittklässler kennen seine Organisation. «Das ist in den Schulen oft so», sagt der 26-Jährige, der gerade sein Studium beendet hat und nun ein Praktikum im Berner Büro von Amnesty macht. «Denjenigen, die uns kennen, wissen dann aber meist sehr viel.» In Kreuzlingen erklärt er zunächst, was die Menschenrechte sind, was sie für den Alltag der Schülerinnen und Schüler bedeuten und was man tun kann, um ihnen mehr Geltung zu verschaffen. Parallel zu seinem Workshop laufen in vier weiteren Gruppen Veranstaltungen vom Schweizerischen Roten Kreuz und den Peace Brigades International. «Die Arbeit von Amnesty International und den anderen Menschenrechts-Organisationen finde ich schon spannend», sagt die Schülerin Sahra Schwendimann. «Ich fand gestern das Strafrecht interessanter,» meint dagegen Pascal Schneider. «Da konnte man mehr diskutieren.»

Aktuelle Themen
Was passiert am Bezirksgericht? Mit welchen Konsequenzen müssen straffällige Jugendliche leben? Was hat das Recht mit der Schulgemeinde zu tun? Solche und ähnliche Fragen durften die jungen Erwachsenen während der Rechtswoche der PMS stellen. Ansprechpartner waren für einmal nicht die Lehrer, sondern Praktiker aus allen Ebenen. Bezirksrichter, Bundesrichter, die KESB und die Staatsanwaltschaft standen Rede und Antwort. Der emeritierte Jura-Professor Daniel Thürer sprach ein aktuelles Thema an, als er über Schweiz im Spannungsfeld zwischen nationalem und internationalem Recht referierte.

Allgemeinbildung und Berufsberatung
Wer an der Auseinandersetzung mit den juristischen Fragen Freude hatte, kann nun – ein Jahr vor dem Schulabschluss – seinen Berufswunsch vielleicht noch einmal überdenken. Die PMS ist zwar auf ein späteres Studium an einer Pädagogischen Hochschule ausgerichtet, aber die Matura an der Schule qualifiziert für jeden Studiengang.

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