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Zahl der Geburten nimmt weiter zu

Frauenfeld – Seit zehn Jahren nehmen im Kanton Thurgau die Geburtenzahlen wieder zu. Im Jahr 2015 wurden erneut mehr Babys geboren. Dies geht aus der soeben erschienenen Ausgabe des elektronischen Newsletters der Dienststelle für Statistik hervor.

Im Jahr 2015 kamen 2785 Babys mit Wohnsitz im Kanton Thurgau auf die Welt. Dies sind 121 Neugeborene mehr als im Vorjahr. Der Zuwachs fiel mit 4,5 Prozent zwar etwas schwächer aus als 2014 (+7,0 Prozent), bleibt aber deutlich über der gesamtschweizerischen Zunahme von 1,5 Prozent.

(Bild: Archiv)

(Bild: Archiv)

Bereits seit 2005 nehmen im Thurgau die Geburtenzahlen wieder zu – abgesehen von zwei Ausnahmen in den Jahren 2008 und 2011. Trotzdem bleiben sie noch immer hinter den Werten von Anfang der 1990er-Jahre zurück. Damals wurden jährlich über 3000 Kinder geboren. Aufgrund der höheren Geburtenzahl stieg der Geburtenüberschuss (Geburten minus Todesfälle) von 706 Personen im Jahr 2014 auf 844 Personen im Jahr 2015. So hoch war er zuletzt vor über 15 Jahren gewesen.

Viele Schweizer Neugeborene
Drei von vier Neugeborenen waren 2015 Schweizer Nationalität. Dies entsprach 2088 Babys. Während die Zahl der neugeborenen Schweizerinnen und Schweizer um 6,7 Prozent zulegte, nahm diejenige der Neugeborenen ausländischer Nationalität leicht ab (-1,6 Prozent). Am meisten ausländische Neugeborene hatten eine deutsche (215 Kinder) oder mazedonische Nationalität (101 Kinder). Danach folgten Portugal und Italien (58 bzw. 51 Kinder).

Seit den 1990er-Jahren ist der Geburtenüberschuss in der ausländischen Wohnbevölkerung klar höher als bei den Thurgauerinnen und Thurgauern mit Schweizer Pass. Zuletzt ist jedoch jener der inländischen Bevölkerung deutlich gestiegen.

Trend älterer Erstgebärender pausiert
In den letzten Jahrzehnten ist das Durchschnittsalter der Mütter bei der ersten Niederkunft stark gestiegen. Um die 1990-er Jahre waren die Mütter bei der ersten Geburt noch rund 26 Jahre alt, heute sind sie gut drei Jahre älter (2015: 29,4 Jahre). Momentan scheint der Trend des zunehmenden Durchschnittsalters bei der Geburt des ersten Kindes allerdings etwas zu pausieren. Thurgauerinnen schweizerischer Nationalität bringen bereits seit vier Jahren wieder leicht früher das erste Kind zur Welt.

Bezogen auf alle Geburten gibt es im Kanton Thurgau etwas weniger Spätgebärende als in der Gesamtschweiz. 2015 hatten 22,7 Prozent der Neugeborenen eine 35-jährige oder ältere Mutter, in der Schweiz waren es 31,2 Prozent.

(Symbolbild: Christian v.R./pixelio.de)

(Symbolbild: Christian v.R./pixelio.de)

Mia und Leonie bei den Mädchen, Levin und Nevio bei den Buben
Die Vornamen der Neugeborenen sind sehr verschieden. Für die 2785 Neugeborenen wurde im Kanton Thurgau höchstens 24 Mal der gleiche Vorname gewählt. Bei den Mädchen war Mia am beliebtesten (24 Kinder), gefolgt von Leonie (18), Alina (17), Julia und Lena (je 15). Bei den Knaben wurden Levin und Nevio am häufigsten gewählt (je 18), vor Liam (16), Elia (15) und Andrin (14).

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