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Chance aufs Final vertan

Wasserball – Gestern Abend fand die fünfte und letzte Partie der Halbfinalserie zwischen dem SC Horgen und dem SC Kreuzlingen am Zürich-See statt. 2:2 stand es durch die vorangegangenen Begegnungen; gestern folgte der endgültige Entscheid.

Der diesjährige Halbfinal war wohl das spannendste seit 2013, in dem der SCK sich gegen Lugano erst im fünften Match durchsetzen konnte und später den Meistertitel holte. Noch nervenaufreibender war es diese Saison, als sich Horgen nach einem Kreuzlinger 2:0 mit zwei Siegen in Folge zurückmeldete. Deswegen wurde am Samstagabend nach Lugano der zweite Finalist in Horgen auserkoren.

SCK kämpft bis zum Schluss
Ein erneut aggressives Spiel mit vielen schweren Fehlern war in der ersten Hälfte zu beobachten, allerdings münzten nur die wenigsten Überzahlsituationen auf beiden Seiten in Tore. Die Gäste lagen bereits im ersten Viertel mit 1:3 Toren im Rückstand. Danach konnte man kurzzeitig zum 3:4 aufholen, doch Horgen baute seine Führung wieder zum 4:7 aus Sicht des SCK aus. So schwammen die Kreuzlinger ständig dem SC Horgen hinterher. Dennoch wollte das Team vom Bodensee nicht aufgeben und versuchte bis zum Ende den Anschluss zu suchen. Es war aber der gewohnt gute Horgener Goalie Petricevic, der Kreuzlingen zum Scheitern verurteilte. Dadurch konnte Horgen den Vorsprung mit einem 11:8-Endresultat sicher verwalten.

(Bild: Gaccioli)

(Bild: Gaccioli)

Bronzekampf gegen Schaffhausen
Titelverteidiger Horgen hat den grösseren Atem gezeigt. Noch vor drei Spielen hatte es den Anschein, dass die Thurgauer souverän in den Final einziehen würden. Jedoch konnten sich die Züricher nochmal auffangen und eine Aufholjagd starten, die schlussendlich ihr Weiterkommen ermöglichte. Wohlgemerkt war Horgen im Halbfinal nur ein einziges Mal in der regulären Spielzeit das bessere Team. Zwei Siege mussten im Penaltyschiessen geholt werden. Vielleicht liegt das an der grösseren Erfahrung des Rekordmeisters, denn Kreuzlingen begann die Saison mit einem stark verjüngten Kader. Angesichts dessen können die Kreuzlinger auf eine gute Leistung zurückblicken. Dass man im ersten Jahr nach der Neustrukturierung schon so stark spielt, war nicht unbedingt zu erwarten. Nun darf man um den dritten Platz kämpfen. Dabei steht der SC Schaffhausen gegenüber, der im Halbfinal gegen Lugano NPS chancenlos blieb. Mit einer Bronzemedaille könnten die jungen Ostschweizer die Saison noch abrunden, damit das neue Wasserballkapitel des SCK mit einem kleinen Erfolg beginnen kann.

Beginn des kleinen Finals ist am Donnerstag, den 21. Juli im Best-of-Three-Modus. Zeit und Ort werden später bekannt gegeben.

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