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Sirko Roehl bleibt dem SCK treu

Wasserball – Sirko Roehl ist einer der besten Trainer, den Kreuzlingen je hatte. Die SCK-Wasserballer verdanken ihm sämtliche Titel und Cupsiege. Jetzt hat er nach 20 Jahren am Bassinrand seinen Rücktritt erklärt. Im Verein wird er sich weiterhin engagieren.

Herr Roehl, sie beenden ihre Karriere mit einem 3. Platz in der Meisterschaft und das nicht mal zuhause. Wollten Sie nicht warten, bis der SCK wieder den Titel holt?
Sirko Roehl: Meine Entscheidung stand schon länger fest und ist für mich richtig. Natürlich hätte ich mir gewünscht, in dieser Saison wieder im Finale zu spielen und das tolle Ambiente bei unseren Spielen im Hörnli zu geniessen. Wir waren nah dran mit unserer jungen Mannschaft, wieder ins Finale vorzustossen, aber dann hat es sehr knapp nicht gereicht.

… man kann im Sport halt nicht alles genau planen.
Nein, natürlich nicht. Wie gesagt, wäre der Finaleinzug das Maximum in dieser Saison gewesen. Das Ziel war realistisch, aber auch sehr hoch gesteckt. An den Titelgewinn war in dieser Saison nicht zu denken. Wir haben ein Superteam mit grossen Talenten, aber sie brauchen auch noch etwas Zeit zum Reifen.

SCK-Cheftrainer Sirko Roehl. (Bild: zvg)

SCK-Cheftrainer Sirko Roehl. (Bild: zvg)

Wann gibt es den offiziellen Abschied?
Ich denke, im Spätsommer wird es noch einen Saisonabschluss, so eine Art Sommerfest geben. Das Datum steht aber noch nicht genau fest.

Kehren Sie dem Wasserball nun den Rücken?
Wasserball hat seit meinem elften Lebensjahr mein Leben mitbestimmt und es wird mich immer interessieren. Für mich persönlich gibt es jetzt hoffentlich mehr Sport als vorher. Nicht am Beckenrand, sondern als Aktiver. Jetzt werde ich etwas mehr Zeit für meine Familie und andere Aktivitäten haben. Für mich ist es richtig und wichtig, jetzt eine Pause als Trainer zu machen. In Pension bin ich aber noch nicht .

Man kann sagen, dass Sie den SCK zu dem gemacht haben, der er heute ist. Was sind Ihre schönsten Erinnerungen, ihre Highlights?
Jede Saison hat ihre Highlights und ich kann mich an jeden Titelgewinn noch genau erinnern. Die Finalspiele im Hörnli mit bis zu 2000 Zuschauern waren tolle Erlebnisse. Ausserdem natürlich unsere Auftritte im internationalen Geschehen in Champions Leauge und Europacup. Bei fast allen Turnieren konnten wir auf uns aufmerksam machen und haben Siege gegen Teams eingefahren, die im Länderranking viel höher sind, als die Schweiz.

Gab es denn mal Zeiten, in denen Sie mit der Mannschaft nicht so zufrieden waren, in denen Sie die Schrauben härter andrehen mussten?
Es lief nicht immer alles nach Plan, das ist klar. Aber wir sind immer als Team aus solchen Situationen herausgekommen. Für mich geht es nicht darum, irgendwelche Schrauben anzuziehen, sondern genau zu analysieren, woran wir arbeiten müssen. Dazu gehört natürlich auch das meist nicht so begehrte Konditionstraining. Aber es gehört dazu.

Das aktuelle Team hat sehr viel Potential. Da fällt der Abschied sicherlich schwer …
Ja, das stimmt. Das Team in dieser Saison ist super, aber ich freue mich auch auf die Zukunft. Den Verein werde ich nicht verlassen. In den nächsten Tagen und Wochen werden wir sicher besprechen, wo ich weiter behilflich sein kann.

Was geben Sie ihrem Team zum Abschied mit auf den Weg? Wohin soll die Reise gehen ohne den langjährigen Erfolgscoach?
Ich wünsche mir, dass meine Spieler weiterhin viel Spass am Wasserball haben und dafür auch Entbehrungen in Kauf nehmen. Sie trainieren ja zwischen acht und elf Mal pro Woche. Mit dieser Mannschaft wächst eine neue Generation heran, die noch grosse Erfolge feiern wird. Da bin ich mir sicher.

Was muss ihr Nachfolger mitbringen? Kennen Sie ihn schon?
Ich kenne meinen Nachfolger und er bringt alles mit, was man dazu braucht. Da muss sich niemand Gedanken machen.

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