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Auch für Kreuzlinger interessant

Konstanz – Heute startet das Transportrad-Leihsystem in Konstanz. Doch auf was müssen Interessierte achten, wenn sie den Zoll mit einem Leihvelo passieren?

Das Leihsystem für Lastenvelos ist ein Angebot, das auch für Kreuzlingerinnen und Kreuzlinger interessant sein dürfte. Warum nicht für den nächsten Ausflug in die Badi mitsamt Kids und Sack und Pack eines der praktischen Gefährte des holländischen Herstellers «bakfiets» mieten? Und auch ein Einkaufsausflug ennet der Grenze würde auf zwei (oder drei) Rädern gewiss weniger umweltbelastend sein. Doch auf was müssen Interessierte achten, wenn sie den Zoll mit einem Leihvelo passieren?

Unterwegs mit dem Sprudelflitzer. (Bild: zvg)

Unterwegs mit dem Sprudelflitzer. (Bild: zvg)

Grundsätzlich sollte es keine Probleme bei der Ausreise aus Deutschland mit einem gemieteten Fahrrad geben, sagt Pressesprecher Michael Hauck vom Hauptzollamt Singen. Deutsche ebenso wie Schweizer können die Velos mieten und über die Grenze und wieder zurück fahren. Was die Radler allerdings transportieren, muss, wenn zollrechtlich relevant, angemeldet werden. Es gelten dieselben Regeln wie beim Transport von Waren mit dem Auto, so Hauck.

Am Schweizer Zoll müsste sich das Prozedere komplizierter gestalten – eigentlich. Denn wer auf einem Leihvelo unterwegs ist, dürfte nur über einen besetzten Grenzübergang einreisen und müsste dort einen sogenannten «Vormerkschein» ausstellen lassen. Die Benützungsfrist in der Schweiz beträgt damit maximal acht Tage. Wer ohne einen solchen Vormerkschein in eine Kontrolle gerät, riskiert eine Verzollung des Gefährts und sogar ein Strafverfahren. Doch der Schweizer Zoll bietet Hand. Das Zollinspektorat Kreuzlingen sei im Gespräch mit dem Anbieter TINK, berichtet Peter Zellweger, Informationsbeauftragter der Grenzwachtregion II, zu der auch Kreuzlingen gehört. Ziel ist es, den persönlichen vorübergehenden Gebrauch der Leihvelos formlos zu ermöglichen. Dazu wird der Anbieter TINK ein Gesuch stellen. «Bis dieses genehmigt ist, drücken die Grenzwächter ein Auge zu», verspricht Zellweger.

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One thought on “Auch für Kreuzlinger interessant

  1. H. Hartmann

    Die Lastenräder sind eine tolle Idee. Leider können sie nicht die „Zoll-Schikane“ am Hauptzoll (Kreuzlinger Tor) passieren. Dort stellen die Grenzbeamten die beweglichen Barrieren auf, wie eine Schikane auf einer Rennstrecke. Dabei stellen sie die Schikane nach eigener Aussage absichtlich so eng, dass Fahrräder mit Kinderanhängern (oder eben die Lastenräder der Stadt Konstanz) dort nicht ungehindert passieren können. Dieser Zustand ist auch Leitung des Hauptzollamts Singen bekannt, es wurde sogar vor über einem Jahr Abhilfe in Aussicht gestellt. Passiert ist jedoch nichts. Schade, dass der Zoll hier mit seiner „Zoll-Schikane“ destruktiv gegen die gute Idee der Stadt Konstanz arbeitet.

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