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Kreuzlinger Schützen erstmals in Zürich am Final

Schiessen – Die Qualifikation von insgesamt sechs Thurgauer Gruppen im Feld D (Ordonnanzgewehre) für den schweizerischen Final der Gruppenmeisterschaft 300 Meter in Zürich ist das Highlight der Thurgauer Schützen.

Sie werden mit ihren Gruppen in Zürich um eine Medaille kämpfen. Von links: Roger Schmied (SG Illhart) Christoph Martin (SG Bürglen), Markus Grubenmann (SG Uesslingen),  Andrea Leuzinger (SG Lustdorf), Lorenz Cavegen (SV Kreuzlingen) und Hansjörg Lang (FSG Mammern). (Bild: Vreny Zaugg)

Sie werden mit ihren Gruppen in Zürich um eine Medaille kämpfen. Von links: Roger Schmied (SG Illhart) Christoph Martin (SG Bürglen), Markus Grubenmann (SG Uesslingen), Andrea Leuzinger (SG Lustdorf), Lorenz Cavegen (SV Kreuzlingen) und Hansjörg Lang (FSG Mammern). (Bild: Vreny Zaugg)

Die Freude über die Qualifikation von sechs Gruppen im Feld D (Ordonnanzgewehre) ist nicht nur bei den erfolgreichen Schützenvereinen – Bürglen, Illhart, Kreuzlingen, Lustdorf, Mammern und Uesslingen – gross, auch Charly Wirth, Chef der Gruppenmeisterschaft 300 Meter,  freut sich und zeigt sich sichtlich stolz. Was er erlebt, das hat noch kein Thurgauer GM-Chef in der Geschichte der schweizerischen Gruppenmeisterschaft, welche im Jahre 1950 ins Leben gerufen wurde, in diesem Mass erfahren.
Die meisten Gruppen
Zur Freude über die Qualifikation der 6 Gruppen kommt, dass der Thurgau derjenige Kanton ist, aus welchem sich schweizweit am meisten Gruppen qualifizieren konnten. Ob das pure Treffsicherheit ist oder auch etwas Glück, darüber muss nicht diskutiert werden, es gehört beides dazu; denn dieser Wettkampf wird im Cup-System ausgetragen. Für die erste Hauptrunde werden von denjenigen Gruppen, welche sich schweizweit an den kantonalen Finalen qualifizierten fünf Gruppen zusammengelost (Kombination) was total 125 Kombinationen ergibt. Die beiden Gruppen mit den höchsten Resultaten einer Kombination qualifizieren sich dann für die zweite Hauptrunde. Dasselbe gilt für die 2. und 3. Hauptrunde.

Vertrauen ist gut – Kontrolle besser
Die Hauptrunden laufen nach den Vorgaben des Schweizerischen Verbandes (SSV) ab. Das heisst, die Gruppen müssen geschlossen und unter Aufsicht eines Kontrolleurs schiessen. Der Kontrolleur unterschreibt anschliessend das Resultatblatt und der Gruppenchef leitet es in der vorgegebenen Zeit an den SSV weiter. Zu spät eintreffende Resultate bedeuten das Aus für diese Gruppe. Das Ausscheiden einer Gruppe heisst aber nicht immer, dass das geschossene Resultat schwach war, sondern, dass diese Gruppe das Pech hatte, Teil einer sehr starken Kombination gewesen zu sein. So geschehen auch bei der Gruppe von Lanterswil-Friltschen, welche mit einem Punkt mehr als Illhart und Kreuzlingen in der dritten Hauptrunde ausgeschieden sind.

Kein einfaches Unterfangen
Sich für Zürich qualifizieren ist die eine Seite der erhofften Medaille, sich im Albisgütli zu behaupten, dann die Kehrseite, denn dort herrschen eigene Gesetze. Es muss in der vorgegebenen Zeit und auf der für die Gruppe bestimmten Scheibe geschossen werden – egal, ob es dem einen Schützen zu grell ist, oder zu dunkel, oder ob der Wind von rechts oder links kommt. Es können auch nicht – wie bei den Hauptrunden auf dem Heimstand – beliebig viele Probeschüsse abgegeben werden, nach deren drei startet das Programm. Dazu kommt die nervliche Anspannung die bei diesem Wettkampf einen beachtlichen Anteil der Resultate ausmacht.

Drei Gruppen mit Erfahrung
Die Schützen der Feldschützengesellschaft Mammern schafften den Sprung nach Zürich schon zum 8. Mal und kehrten in den Jahren 2003 und 2008 sogar mit Edelmetall (Silber) in den Thurgau zurück. Ebenfalls nicht zum ersten Mal an dem auf nationaler Ebene ausgetragenen Final sind die Schützen von Bürglen und Lustdorf. Bürglen qualifizierte sich letztmals im Jahr 2010, Lustdorf im Jahr 2011.

Nach 30 Jahren erstmals
Zusammen mit weiteren 39 Gruppen aus der ganzen Schweiz werden auch die Neulinge Illhart – die wohl in Olten, aber noch nie in Zürich am Start waren – Kreuzlingen und Uesslingen, erstmals im Albisgütli um eine Medaille kämpfen. Total 40 Gruppen, und nur 3 Medaillensätze, da sind gute Nerven, gutes Material und eine gute Tagesform von Vorteil.
«Rund 30 Jahre haben wir versucht uns für den Final zu qualifizieren, weiss Präsident Erwin Imhof vom Schützenverein Kreuzlingen, und nun ist es uns endlich geglückt». Allein die Qualifikation so schein es, ist halbwegs ein Sieg für den SV Kreuzlingen.

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