/// Rubrik: Sport | Topaktuell

13-Jähriger durchquert den Bodensee

Schwimmen – Der 13-jährige Flurin Rickenbach aus Illighausen hat am Freitag, 29. Juli, den Bodensee in der Breite durchquert. Er schwamm die knapp elf Kilometer von Friedrichshafen nach Romanshorn in weniger als drei Stunden und freut sich, dass er sich nun Extremschwimmer nennen darf.

Flurin beim Durchqueren des Bodensees. (Bild: zvg)

Flurin Rickenbach beim Durchqueren des Bodensees. (Bild: zvg)

Wie kamst du auf die Idee den Bodensee zu durchqueren?
Flurin Rickenbach: Bei Facebook habe ich von der Bodensee-Längsquerung des Extremschwimmers Hamza Bakircioglu gelesen. Da ich schon längere Zeit schwimme, hat mich sein Vorhaben fasziniert und ich dachte so etwas möchte ich auch einmal versuchen.

Haben dich deine Eltern bei diesem aussergewöhnlichen Vorhaben sofort unterstützt?
Meine Eltern haben gemeint, das sei meine Entscheidung und sie würden mich bei meiner Breitenquerung natürlich unterstützen.

Wie sah die Unterstützung deiner Eltern aus?
Wir haben ein Boot und sind damit oft auf den See gefahren. Ich bin viel daneben geschwommen, um mich an die äusseren Gegebenheiten gewöhnen zu können.

Die besonderen Bedingungen erfordern ein intensives Training. Wie hast du dich vorbereitet?
Für meine Querung des Bodensees habe ich regelmässig trainiert. Ich bin sowohl im See als auch im Pool geschwommen. Ich hatte pro Woche sechs bis sieben Schwimmtrainingseinheiten und wöchentlich Wasserball im Verein. Zusätzlich war ich oft mit dem Velo unterwegs.

Du bist um 10.56 Uhr gestartet. Wie hat es sich angefühlt als du nach knapp anderthalb Stunden mitten im See warst?
Ich hatte sehr gemischte Gefühle. Zum Einen war es toll, dass es endlich so weit war, man hat schliesslich lange dafür trainiert. Auf der anderen Seite fühlte es sich auch etwas komisch und befremdlich an zu wissen, dass man mitten im See ist.

Wenn die Kräfte allmählich nachlassen, denkt man eventuell daran aufzugeben. Wie war das bei dir, hast du zwischendurch vorgehabt abzubrechen?
Kurz vor Schluss hatte ich einen Hänger. Das Schwimmen hat an meinen Kräften gezehrt, es wurde windig und ich erwischte eine Gegenströmung. Für einen Moment dachte ich, ich gebe auf. Schliesslich habe ich doch weitergemacht und mich auf mein Ziel fokussiert.

Nach 2 Stunden 58 Minuten und 12 Sekunden warst du am anderen Ufer. Wie war das Gefühl, aus dem Wasser zu kommen und es geschafft zu haben?
Natürlich war ich sehr glücklich, aber auch extrem müde und erschöpft. Meine Verwandtschaft, Freunde und Fans haben aber auf mich gewartet und mir somit ein tolles Gefühl gegeben.

Wirst du dir nach diesem grossen Ereignis erst einmal eine Pause gönnen oder geht es sofort mit dem Training weiter?
Bis zur nächsten Woche habe ich noch Sommerferien und gönne mir eine Pause. Ich verbringe die restlichen Ferientage zuhause in der Schweiz.

Hast du nach deiner Querung schon weitere Ziele vor Augen?
Zunächst einmal mache ich Pause. Ich habe keine genaueren Projekte geplant, aber wenn ich über 18 Jahre alt bin würde ich auch gerne die Längsquerung versuchen.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.