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Landeskirche Thurgau strebt «Grünen Güggel» an

Thurgau – Die Katholische Landeskirche Thurgau ist die erste Landeskirche, die sich um die ökologische Zertifizierung «Grüner Güggel» bewirbt. Unter der Leitung eines Umweltteams werden verschiedene ökologische Parameter (unter anderem Verbrauchsdaten oder Abläufe) während rund 18 Monaten erfasst, überprüft, ökologisch angepasst und erneuert.

Grüner-GüggelDie Mitarbeitenden der Landeskirche versuchen konkret ökologische Verantwortung im Sinne des Umweltschutzes wahrzunehmen. Ziele, wie sie Papst Franziskus in der Enzyklika «Laudato Si» formuliert, sollen erreicht und Veränderungen angeregt werden.

Welche Absicht steckt hinter dem «Grünen Güggel»?
Der «Grüne Güggel» ist die auf Schweizer Verhältnisse angepasste Version einer ökologischen Unternehmensführung des deutschen Kirchen-Umweltmanagements «Grüner Gockel». Es unterstützt Kirchengemeinden, Verwaltungen, Tagungsstätten sowie Einrichtungen der Diakonie erfolgreich mit einer erprobten Methode, um deren Umweltauswirkungen zu erfassen und zu reduzieren. Fünf Thurgauer Kirchgemeinden haben den Prozess in den letzten drei Jahren schon erfolgreich absolviert. Das Umweltmanagement bemüht sich um die stetige Verminderung von Umweltbelastung und Energiekosten, sowie den schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen und der Stärkung der Glaubwürdigkeit, sowohl nach innen als auch aussen.

Motivation und Partizipation der Mitarbeitenden
Ein wichtiger Teil des Projektes ist es, die Mitarbeitenden zur Mitwirkung zu ermuntern. Zugleich gilt es, das Bewusstsein zu schaffen, dass es die tatkräftige Teilnahme aller braucht. Deshalb sollen auch Anregungen und Initiativen eingeholt und umgesetzt werden. Ein erster Schritt dazu war eine Mitarbeitenden-Befragung – bei der sich erfreuliche 92% beteiligten und viele Vorschläge eingebracht wurden. Damit wurde die aktuelle Situation mit Problemfeldern und Entwicklungspotential erhoben. Deutlich wurden dabei, dass der Energie- und Ressourcenverbrauch, aber auch der Einkauf von Büromaterialien und Lebensmitteln sowie die Abfallentsorgung näher unter die Lupe genommen werden müssen. Gerade auch Mitarbeitenden-Informationen zur Bewusstseinsbildung und Wahrnehmung von Problemfeldern können noch verbessert werden und Hinweise in Form von Merkblättern können Einsparungen und ökologisches Verhalten noch optimieren.

Ausblick
Da die Katholische Landeskirche Thurgau vor gut zwei Jahren einen Neubau beziehen konnte, der schon viele ökologische Bedingungen berücksichtigt – so stehen auf dem Dach schon eine Fotovoltaik-Anlage und der Wärme-Austausch funktioniert weitgehend gut – ist das dreiköpfige Umweltteam zuversichtlich, die Vorgaben zur Zertifizierung bis Herbst 2017 mit der Unterstützung der Mitarbeitenden erfüllen zu können.

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